02.11.2018

von B° RB

Letzte Ruhestätte naturnah

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen deutlich angestiegen

Bestattungswald

Ein paar Sonnenstrahlen blitzen durch die Äste. Ruhig ist es in dem kleinen Wäldchen, nur der Wind säuselt durch die Äste. Nur ein paar Blumen am Stamm der Bäume deuten an, wo man sich befindet – auf dem idyllischen Bestattungswald am Rande des Waldfriedhofes. 

Hier, am Fuß der Bäume, sind Menschen bestattet, die möglichst naturnahe ihre letzte Ruhestätte finden wollten. Ohne Grabstein, ohne Schmuck, dafür mit viel Natur. Nur ein kleines Namensschild an den Bäumen erinnert, wer hier bestattet wurde.

„In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen deutlich angestiegen“, weiß Isolde Krones, Leiterin der Würzburger Friedhofverwaltung. Bereits seit 2005 finden deshalb am Waldfriedhof naturnahe Bestattungen unter Bäumen statt. Rund 200 Bäume sind hier schon belegt.

Um der Nachfrage nachzukommen, hat die Würzburger Friedhofsverwaltung neben einem pflegefreien Urnengartenfeld dann im vergangenen Jahr den Bestattungswald ausgewiesen. 70 Bäume wurden dazu in der 15. Abteilung am Ende des Waldfriedhofs ausgewählt. Darunter ist auch ein Gemeinschaftsbaum, an dem einzelne Plätze vergeben werden. Die Nachfrage nach Begräbnissen im Bestattungswald ist da – acht Beerdigungen haben in den vergangenen Monaten in diesem neuen Bestattungswald bereits stattgefunden. 

Da der Bestattungswald ein Teil des Würzburger Waldfriedhofes ist, kann er aus der Stadt auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden. Die Wege wurden bis kurz vor das Wäldchen befestigt, so dass es für jeden möglichst barrierefrei erreichbar ist. Synergien gibt es auch durch die Infrastruktur des Waldfriedhofes – bei Bestattungen kann die Trauerhalle für die Abschiedsfeier genutzt werden. Es gibt aber auch einen Andachtsplatz unmittelbar am Rande des Bestattungswaldes.

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