02.11.2014

von B° MS

(Quelle: Mainfranken Theater Würzburg)

MFT aktuell

1. Jugendkonzert, Literatur in den Häusern der Stadt und mit der TheaterCard Mini Theater zum halben Preis ab 1.1.2015 am Mainfranken Theater Würzburg

Mainfranken Theater

1. JUGENDKONZERT: DER TEUFELSGEIGER

06. November 2014 | 11.15 Uhr | Mainfranken Theater Würzburg, Großes Haus


Das Philharmonische Orchester Würzburg gestaltet für das 1. Jugendkonzert in dieser Spielzeit unter der musikalischen Leitung seines neuen Ersten Kapellmeisters Sebastian Beckedorf ein regelrecht virtuoses Programm und lädt Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahre zu einer musikalischen Zeitreise ins frühe 19. Jahrhundert ein. Eine Epoche, in der eine fast groteske Persönlichkeit mit unvorstellbaren Fertigkeiten im Violinspiel lebte: Niccolò Paganini.

Die Zeitgenossen dieses italienischen Geigenvirtuosen waren sich einst einig: Paganini musste sein Geigenhandwerk vom Teufel persönlich erlernt haben und er selbst konnte nur ein Hexenmeister sein. Alleine seine hagere, düstere Gestalt und die geheimnisvolle Aura, die ihn stets umgab, sprachen für diese These und ließen den Musiker zu einem Mysterium werden. Wer es sich leisten konnte, verpasste keine Gelegenheit eines seiner Konzerte zu besuchen – schließlich waren die Auftritte des "Teufelsgeigers" bekannt dafür, spektakulär und atemberaubend zu sein und versprachen, eine reizvolle Mischung aus Kunstgenuss, Sensationslust und Schauder zu erleben.

Mit einer Auswahl von vier verschiedenen Kompositionen möchte das 1. Jugendkonzert die Geschichte dieses aufregenden Lebens des Italieners und jener Zeit, in der dieser faszinierende Künstler so frenetisch gefeiert wurde, erzählen. Der Geiger Oliver Szykulski präsentiert dabei das Stück Caprice Nr. 24 für Violine solo, das einen musikalisch wichtigen Beitrag zum Porträt des "Teufelsgeigers" darstellt. Ebenfalls erklingen werden von Niccolò Paganini der 1. Satz aus dem Konzert für Violine und Orchester op. 6 in D-Dur und der 3. Satz aus dem Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 op. 7 in h-Moll La campanella sowie Alfredo Casellas Paganiniana op. 65.

Timo Ben Schöfer, Mitglied des Schauspielensembles am Mainfranken Theater, wird das Publikum mit aufregenden Anekdoten aus diese außergewöhnlichen Biografie versorgen.

PROGRAMM

Niccolò Paganini 1. Satz aus dem Konzert für Violine und Orchester op. 6 in D-Dur
Niccolò Paganini Caprice Nr. 24 für Violine solo
Niccolò Paganini 3. Satz aus dem Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 op. 7 in h-Moll La campanella
Alfredo Casella Paganiniana op. 65

TEAM
Violine: Oliver Szykulski
Dirigent: Sebastian Beckedorf
Moderation: Timo Ben Schöfer
Philharmonisches Orchester Würzburg

BIOGRAPHIEN

Sebastian Beckedorf studierte zunächst Historische Musikwissenschaften an der Universität seiner Heimatstadt und später Dirigieren und Klavier an die Hochschule für Musik und Theater Rostock. 2004 kam der Hamburger als Solorepetitor mit Dirigierverpflichtung an das Stadttheater Hildesheim und wechselte ein Jahr später an das Staatstheater Braunschweig. Ab der Spielzeit 2007/2008 arbeitete er als Assistent von Generalmusikdirektor Alexander Joel sowie als Kapellmeister am selben Haus. Seither übernahm er Gastdirigate beim Staatsorchester Braunschweig, der Norddeutschen Philharmonie Rostock, dem Orchester des Theaters für Niedersachsen, dem Philharmonischen Orchester Vorpommern und dem Bachorchester Lüneburg. In den letzten Jahren dirigierte Sebastian Beckedorf Werke des traditionellen Opernrepertoires wie La Bohème, Turandot, Falstaff, Lucia di Lammermoor, Madama Butterfly, Fidelio oder Freischütz und übernahm den Taktstock bei Lady Macbeth von Mzensk und Eugen Onegin. Daneben widmet er sich mit großer Leidenschaft der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. So dirigierte er 2011 am Staatstheater Braunschweig die Uraufführung von Klaus Langs Oper Der Einfluss des Menschen auf den Mond, für deren Interpretation er im Jahrbuch der Opernwelt in der Kategorie "Dirigent des Jahres" genannt wurde. 2013 folgte die Uraufführung der Oper Traumnovelle von Alex Nowitz nach der gleichnamigen Erzählung von Arthur Schnitzler. Seit der Spielzeit 2014/2015 ist Sebastian Beckedorf Erster Kapellmeister des Philharmonischen Orchesters Würzburg und stellvertretender Generalmusikdirektor am Mainfranken Theater.

Geboren 1964 in Freiburg im Breisgau, erhielt Timo Ben Schöfer seine Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Erste Gastengagements führten ihn ans Theaterhaus Stuttgart, das Staatstheater Stuttgart und das Staatstheater Karlsruhe. Darauf folgten mehrjährige Festengagements am Theater Basel, an den Bühnen der Stadt Bielefeld und am Theater Heidelberg. Seit 1998 arbeitete er als freischaffender Schauspieler und Sprecher und widmete sich dabei verstärkt auch Fernsehrollen. So war er in der Krimireihe Wilsberg, im Tatort oder in Serien wie Unter uns, Soko Köln oder Heiter bis tödlich zu sehen. Daneben war er bei Festspielen in Bad Hersfeld, Jagsthausen und Bad Vilbel engagiert, wo er u. a. den Hortensio aus William Shakespeares Der Widerspenstigen Zähmung (Regie Michael Gruner) sowie die Titelrollen in Johann Wolfgang von Goethes Götz von Berlichingen (Regie Jan Aust) und Shakespeares Hamlet (Regie Jan Aust) spielte. Zudem gastierte er am Staatstheater Braunschweig, am Stadttheater Gießen, am Schauspiel Köln und am Theater Lüneburg. Mit Beginn der Spielzeit 2013/2014 ist Timo Ben Schöfer festes Mitglied des Schauspielensembles am Mainfranken Theater. Nach seinem Debüt in Würzburg als Anselme in Der Geizige (Regie Stephan Suschke) war er unter anderem als Konsul Buddenbrook in Buddenbrooks (Regie Malte Kreutzfeldt) und als Antonio in Der Kaufmann von Venedig zu erleben.


Veranstaltungsreihe
LITERATUR IN DEN HÄUSERN DER STADT


28. November 2014 | 19.30 Uhr | Würzburger Privatwohnungen und –häuser

Wer Lust hat, Lesungen exklusiv an ungewöhnlichen Orten zu erleben, sollte sich die Veranstaltungsreihe Literatur in den Häusern der Stadt am 28. November 2014 nicht entgehen lassen. Bereits zum neunten Mal lädt das Mainfranken Theater zu den Literaturabenden der besonderen Art ein: Das Publikum kommt nicht zum Theater, sondern das Theater zum Publikum.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler des Mainfranken Theaters lesen literarische Texte in ungewöhnlichen Räumen und Privatwohnungen von Würzburger Bürgerinnen und Bürgern. Geboten werden elf Lesungen mit unterschiedlichen Programmen, an elf verschiedenen Orten. Die Werkauswahl lehnt sich an das Spielzeitmotto Krieg und Frieden an:

Maria Brendel
Distelfink von Donna Tartt
Als der dreizehnjährige Theo Decker mit seiner Mutter das Metropolitan Museum in New York besucht, fällt sie einem Bombenanschlag zum Opfer. In dem Chaos nimmt er ein Bild an sich. Mit der Zeit gewinnt es mehr und mehr an Faszination für ihn und weist ihm den Weg in eine Welt der Lüge und des Verrats.

Uwe Fischer
Bilder deiner großen Liebe von Wolfgang Herrndorf
Isa ist auf der Reise. Sie begegnet Menschen – freundlichen wie rätselhaften, schlechten wie traurigen. Noch bis kurz vor seinem Tod hat Wolfgang Herrndorf an seinem unvollendet gebliebenen Roman über die verrückte und hinreißende Isa geschrieben.

Petra Hartung
Meine deutsche Mutter von Niklas Frank und Der letzte Klezmer von Jacek Cygan
In einer schonungslosen Auseinandersetzung mit seiner "Nazi-Mutter" beschreibt Niklas Frank voller Emotionen den Konflikt der "Täterkinder" mit ihren Eltern. Jacek Cygan erzählt von dem jüdischen Musiker Leopold Kozlowski. Mithilfe seiner Klezmer-Musik schafft er es, Krieg und Konzentrationslager zu überleben.

Marianne Kittel
Siddhartha Hermann Hesse
Siddhartha, die weltberühmte Legende von der Selbstbefreiung eines jungen Menschen aus familiärer und gesellschaftlicher Fremdbestimmung zu einem selbständigen Leben zeigt, dass Erkenntnis nicht durch Lehren zu vermitteln ist, sondern nur durch eigene Erfahrung erworben werden kann.

Alexander Hetterle
Die Nacht, die Lichter von Clemens Meyer
In Clemens Meyers Erzählungen trifft man auf strauchelnde Glückssucher, ruhelose Nachtgestalten, Heimatlose und Träumer. Es geht um die verpasste Liebe, die Hoffnung, einmal im Leben den großen Gewinn einzustreichen, und den Willen, etwas aus sich zu machen.

Claudia Kraus
1913: Der Sommer des Jahrhunderts von Florian Illies
Die Geschichte eines ungeheuren Jahres, das ein ganzes Jahrhundert prägen sollte: 1913, das Jahr vor der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts. Florian Illies arrangiert und inszeniert eine ungeheure Materialwucht aus Kunst, Literatur, Musik und Wissenschaft.

Sven Mattke
In Stahlgewittern von Ernst Jünger
Trotz seines umfangreichen OEuvres ist Jüngers umstrittenes Debüt bis heute sein bekanntestes Werk und begründete seine Karriere als Schriftsteller. Der Roman basiert auf Jüngers Tagebüchern, die er während seines Kriegseinsatzes an der Westfront mit sich führte.

Georg Zeies
Auf der Lichtung von Aharon Appelfeld
In seinem jüngsten Roman erzählt Aharon Appelfeld nüchtern und ohne Pathos vom jüdischen Widerstandskampf in der Ukraine. Der 17-jährige Edmund entkommt dem Todeszug und findet Zuflucht bei jüdischen Partisanen, die Aktionen gegen die Nazis durchführen. Als es gelingt, Juden aus einem Zug zu befreien, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Theresa Palfi
Zuckerkreml von Vladimir Sorokin
In fünfzehn virtuosen Kurzerzählungen zeichnet der russische Starautor ein furioses Sittengemälde seines Landes im Jahr 2028. Mit großer sprachlicher Kraft entwirft Sorokin dabei eine Welt, in der die schlimmsten Albträume Wirklichkeit geworden sind.

Timo Ben Schöfer
Echolot von Walter Kempowski
Kempowskis Echolot-Projekt ist Totentanz und Apokalypse zugleich. In seiner Collage aus minutiösen Tagebucheinträgen, Briefen und Rundfunkansprachen aus den letzten Tagen Hitlerdeutschlands kommen Opfer und Täter, Prominente und Namenlose zu Wort.

Tobias Roth
Gedichte von Erich Kästner
Mit seinen Gedichten erweist sich der linksliberale Autor Erich Kästner als genauer Chronist der politischen und sozialen Zustände vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Seine nüchterne und kritische Beobachtungsgabe machte ihn zum "lyrischen Reporter seines Zeitalters".

Karten kosten einheitlich 9,50 Euro und sind nur im Vorverkauf ab dem 28. Oktober 2014 an der Theaterkasse erhältlich.

Nach den Weihnachtsfeiertagen Theater zum halben Preis genießen

Die eindeutig immer kälter werdenden Temperaturen und die kürzeren Tage sind die ersten Vorboten des bevorstehenden Winters. Doch die Ankunft der Wintermonate wird meist mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis genommen – schließlich wird gleich zu Beginn in dieser Jahreszeit auch das Weihnachtsfest gefeiert. Und auch wenn die Adventszeit für viele die schönste Zeit des Jahres darstellt, stellt sich in den Wochen vor den Feiertagen nicht selten auch Frustration ein. Auslöser hierfür ist zumeist die Suche nach passenden Geschenken.

Diese stressige Situation zu umgehen, das ist gewissermaßen die Devise des neuen Produktes aus dem Besucherserviceangebot des Mainfranken Theaters Würzburg. Ab sofort bietet das Dreispartenhaus erstmalig die TheaterCard Mini zum Vorzugspreis von 50,00 Euro an. Mit der TheaterCard Mini profitieren Kunden ab dem 1. Januar 2015 gleich doppelt: So können bis zum Ende der aktuellen Spielzeit nicht nur für alle Vorstellungen des Dreispartenhauses Karten zum halben Preis erworben werden, sondern die Begleitperson erhält für ihre Karte ebenfalls 50 % Rabatt auf den Eintrittspreis.

Was die TheaterCard Mini als Geschenk so attraktiv macht, liegt auf der Hand: Sie ermöglicht den Beschenkten von Januar bis Juli 2015 so viele verschiedene dramatische Momente wie gewünscht zu erleben und ist für Theaterfreunde, die sich ihr Programm gerne zu zweit individuell zusammenstellen und die Spartenvielfalt des Mainfranken Theaters in vollen Zügen flexibel genießen möchten, ideal. Aber auch für reine Opernfreunde, Ballettanhänger oder Schauspielliebhaber sind die Vorzüge dieses Produktes interessant, denn der Besitz einer TheaterCard Mini bedeutet die freie Wahl zu haben. Und diese Entscheidungsfreiheit betrifft neben dem Termin auch die Häufigkeit der Besuche. Sich ein und denselben theatralen Genuss mehrfach hinzugeben ist also genauso zulässig, wie die Karte nur für sich alleine zu beanspruchen – denn nicht immer findet sich ein geeigneter Begleiter. Ausgenommen von der Regelung sind lediglich Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.

Die TheaterCard Mini ist eine Aktionskarte in limitierter Auflage, die nach dem 25. Juli 2015 automatisch ihre Gültigkeit verliert. Sie ist nur in dem Zeitraum vom 28. Oktober 2014 bis zum 23. Dezember 2014 bestellbar. Selbstverständlich kann die TheaterCard Mini auch zum Eigenbedarf erworben werden.

Zum Mainfanken Theater Würzburg geht es hier.

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