31.08.2014

von B° MS

(Quelle: Bockshorn im Kulturspeicher Würzburg)

September im Bockshorn

Hochkaräter der Kabarettszene geben sich im Bockshorn im Kulturspeicher Würzburg die Klinke in die Hand.

Volker Pispers

TBC

Christian Springer

Michl Müller

Bockshorn Soundlounge

Ecco Meineke

Horst Schroth

Programm September 2014

Mittwoch, 17. + 18. September 2014, 20:15 Uhr - AUSVERKAUFT
Volker Pispers - "Bis neulich"


Unter dem Titel "Bis Neulich” spielt Volker Pispers ein munter vor sich hinwucherndes und mutierendes Kabarettprogramm, das im Herbst 2002 als BEST OF aus 20 Jahren das Buhnenlicht erblickt hat und mittlerweile eine standig aktualisierte, wilde Mischung aus ganz alten und ganz neuen Texten ist. Als "Kabarettprogramm in progress” ist kein Abend genau wie der andere, und wenn Sie "Bis Neulich” ein paar Monate spater wieder besuchen, werden Sie schon wieder Einiges vermissen, was Sie heute gehort haben und Einiges horen, was Sie heute zwangslaufig vermissen mussten. So spiegelt das Programm den Zustand der Republik: Das Immerneue im Ewiggleichen. Denn wahrend uns der Medienzirkus mit seinen Sprechblasenjongleuren vorgaukelt, dass standig etwas passiert, tut sich bei den grundlegenden Problemen so gut wie gar nichts. Seinen grundlegenden Stil hat Volker Pispers dabei uber die Jahre nicht verandert. Er ist der freundliche und scheinbar harmlos daherredende Conferencier geblieben, der - eben noch lachelnd - plotzlich hundsgemein werden kann. Respekt sucht man in Pispers ́ Programmen vergeblich. Unverblumt, krass und direkt pendelt er zwischen bitterbose und charmant-witzig, wenn er die Absurditaten der Welt zu Ende denkt. Seine Verarbeitung von Zitaten, seine gewagten Rechenoperationen und seine Zukunftsszenarien
versohnen das Publikum durch ein befreiendes Lachen mit seiner eigenen gefuhlten Wirklichkeit.

Vita Volker Pispers
1958 in Monchengladbach-Rheydt geboren. Ab 1976 Student der Anglistik, Kath. Theologie und Padagogik. 1979/80 lebt und arbeitet er ein Jahr in England als "assistant teacher". Dort vertieft er seine Vorliebe fur den schwarzen Humor und entdeckt seine Liebe fur die Buhne. 1982 erster Soloauftritt als Kabarettist beim Kleinkunstfestival der MZ Halle Munsterland. 1983 erstes Soloprogramm: KABARETTE SICH, WER KANN. 1985 Engagement als Schauspieler am Wolfgang- Borchert-Theater Munster und zweites Soloprogramm: HAMBURGER - SPEESEBURGER – BUNDESBURGER. 1986 konzentriert er sich ganz aufs Kabarett und wird Freier Kabarettist!, drittes Soloprogramm: ORIGINAL & FALSCHUNG. 1988 viertes Soloprogramm: MEINE SORGEN MOCHTE ICH HABEN. 1990 Autor, Ensemblemitglied und Kunstlerischer Leiter des Dusseldorfer Komodchens. Ensembleprogramm: WIR SIND SO FREI. 1992 fünftes Soloprogramm: IN BESTER GESELLSCHAFT. 1993 Jubilaumsprogramm: EIN WORT ERGAB DAS ANDERE ( Best of ). 1994 sechstes Soloprogramm: FRISCH GESTRICHEN. 1999 siebtes Soloprogramm : DAMIT MUSSEN SIE RECHNEN. 2002 Jubilaumsprogramm: "BIS NEULICH"

Auszeichnungen: u.a. Deutscher Kleinkunstpreis (1996), Deutscher Kabarettpreis (2005), Bayerischer Kabarettpreis (2006)


Freitag, 19. September 2014, 20.15 Uhr
TBC - "Lachablösung"


Lachablösung - das aktuelle TBC-Programm von und mit Georg Koeniger, Florian Hoffmann und - neu!- Michael A. Tomis

Die Zeiten ändern sich! Griechenland schafft den Euro ab, Russland die freie Meinungsäußerung und die FDP sich selber. Man sieht: Es ist nicht alles schlecht! Auch eine andere gute Nachricht sorgt für Freude: TBC hat sich verjüngt! Das LOL-Kommando des fränkischen Kabaretts gönnt sich eine Lachablösung – und sorgt nun mit der Fürther Spaßkanone Michael A. Tomis für neue Lachsalven. Er singt besser als Günther Jauch, besitzt größeren Sex-Appeal als Rainer Brüderle und hat mehr Charisma als die Bayern-SPD. Die Fans der dienstältesten Kultgruppe Frankens dürfen also aufatmen: TBC bleibt, was es immer war - fränkisch verwurzelt, politischer als Comedy, lustiger als Kabarett, immer ganz nah dran am Publikum und am Zeitgeschehen. Und das alles jetzt mit neuem Schwung! Seien Sie also live dabei, wenn TBC Expeditionen ins fränkische Tierreich unternimmt, das FDPTafelsilber verscherbelt, ein Loblied auf das weiche "D" singt und mit dem Verfassungsschutz Dönerbuden eröffnet.

Wenn Sie zur Vorverkaufsstelle gehen, sagen Sie nicht einfach "Kabarett”, sondern sagen Sie "Totales Bamberger Cabaret”.


Samstag, 20. September 2014, 20.15 Uhr
Christian Springer - "Oben ohne"

Christian Springer macht seinem Namen alle Ehre. Er springt, grantelt, lärmt und wütet. Und holt dabei kaum Luft. Kein Zweifel, Christian Springer ist die lebende Herzattacke. Er präsentiert Aktuelles mit flinkem Verstand, Kabarett aus tiefster Seele. Wie kein anderer stellt er den Menschen in den Mittelpunkt, da geht es auch mal richtig laut und sehr deutlich zur Sache. Denn: was sein muss, muss sein. Er weiß, was alle wissen: oben kriselt es, den unten stinkt es. Die da oben machen und tun, doch meistens ohne Herz und Hirn, ohne Respekt, ohne Verantwortung und ohne Menschlichkeit. Christian Springer empört sich über das oben ohne. Aber er hat es satt, über den Zynismus der Politik nur kleinere Witzchen zu reißen. Er spricht klar aus, wo es zwickt.

Ein Direkt-Kabarettist aus Leidenschaft. Wer den BR-"Schlachthof" (das Kabarettformat von Christian Springer und Michael Altinger) kennt, der weiß, WIE seine Aufreger sind. Da kracht‘s. Und er kommt allein. Sein alter Ego FONSI, den grantelnden Kassenwart von Schloss Neuschwanstein, hat er in Pension geschickt – daher oben ohne blaue Mütze. Aber das Granteln ist geblieben, ein Münchner eben. Christian Springer greift auf seine Ursprünge zurück: er und seine Zither, beides original Münchner Kindl, sind seit Jahren ein Team. Ohne kann er nicht. Für seine Bühnenauftritte hater sich eine Spezialanfertigung bauen lassen, Modell: "extra robust". Der Gewinner des Bayerischen Kabarettpreises 2013 überrascht. Ob es im nächsten Augenblick Lachsalven oder Momente der Nachdenklichkeit gibt, ist nicht vorhersehbar. Das ist gut so.

Christian Springers neues Programm ist ein politisches Plädoyer für mehr Rückgrat und Solidarität. Handeln statt reden. Da dürfen auch mal die Ohren knallrot glühen!


Dienstag, 23. September 2014, 20.15 Uhr - AUSVERKAUFT
Michl Müller - "Ausfahrt freihalten!"

Michl Müller hat sich viel vorgenommen, er will der Welt die Welt erklären, nicht mehr und nicht weniger. Klar, eigentlich ist es nur seine eigene fränkische Welt, die aber erstaunlich international aufgestellt ist. Und so ist Nichts und Niemand aus Politik, Boulevard und Gesellschaft vor seinem erfrischend respektlosem Mundwerk sicher, wenn er pointenreich durch seine Welt reist. Also, Ausfahrt freihalten! (Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt.)


Mittwoch, 24. September 2014, 20.15 Uhr
Soundlounge - "some swing. some soul. some more - 2nd Edition"


Initiator Jan Reinelt hat mit der Soundlounge dem Musikleben in Würzburg eine große Türe aufgestoßen - mit Solisten, die das Publikum immer wieder zu
Begeisterungsstürmen hinreißen lassen. "some swing. some soul. some more - 2nd Edition", das ist das Motto der diesjährigen Septemberlounge und zugleich eine von vielen Fans gewünschte Neuauflage der ersten Soundlounge im Januar 2013. Und diesmal gibt es nicht nur einen, sondern gleich zwei Special-Guests: Doriane Kamdem Mabou, die Gewinnerin der Soundlounge KIDS 2014, tritt zusammen mit dem Soulsänger Chris Tate auf. Dass die beiden für Gänsehautmomente sorgen werden, ist so gut wie sicher! Das Programm reicht von Alicia Keys über George Benson und Sting bis hin zu Xavier Naidoo und verspricht einen coolen und groovigen Loungeabend. Begleitet werden die beiden Ausnahmestimmen von der Band "jr&friends" um Bandleader und Soundloungemacher Jan Reinelt.


Freitag, 26. September 2014, 20.15 Uhr
Ecco Meineke - "Liberté, Égalité, Humba-täterä-tätä!"


Ecco Meineke, einst Frontkämpfer im Ensemble der "Lach- und Schieß", präsentiert nach zwei preisgekrönten Programmen (zuletzt Gewinner der "Scharfen Barte 2012") sein nunmehr drittes Soloprogramm "Liberté, Égalité, Humba-täterä-tätä"! Mit seinem neuen höchst vergnüglichen Programm dröselt er die Frage der Fragen auf: "Haben wir eine Demokratie oder nicht? Und wer ist schuld daran?" Beginnend mit einem historischen Rundgang durch die exotischen Revolutionen der Vorzeit, führt er Sie auf seiner Wanderung durch die derzeitige Partei-Wüste der parlamentarischen Notstands-Verwaltung hin zu üppig blühenden Steueroasen.

Kritiken:

"Eine kleine Geschichte der Demokratie... Meinekes mimische Wucht, mit der er die Sachen ohne räsonierende Rücksicht so böse wie möglich auf den Punkt bringt." (Süddeutsche Zeitung zur Premiere, 24.9.2013)

"Es geht um nichts weniger als den Kampf des Menschen für die Freiheit... eine bunte Revue, bei der sich traurige Realitäten und Pointen munter abwechseln. Ein Hauch von Anarchie." (Münchner Merkur zur Premiere, 24.9.2013)


Samstag, 27. September 2014, 20.15 Uhr
Horst Schroth - "Null Fehler - Lehrer Laux. Das Comeback!"

1994 erschien er zum ersten Mal auf der Bühne, Deutschlands Pädagoge Nr. 1, bedauert und bejubelt: Horst Schroths Lehrer Olaf Laux, mit dem von Publikum und Kritik gefeierten Kult-Programm "Null Fehler". Exakt nach 20 Jahren ist Lehrer Laux wieder da. Älter? Ja, klar! Reifer? Nicht so ganz! Aber kurz vor der Pensionierung, nach 40 dornenvollen Dienstjahren, zieht Olaf Laux Bilanz. Das Leben als Lehrer, Ehemann und Mensch hat ihn gnadenlos durchgebeutelt und tiefe Spuren hinterlassen. Denn Olaf, der überzeugte 68er, Frontschwein im Kampf für Reformen aller Art, stand schon vor 20 Jahren vor den Scherben seiner Ideale. Also einfach aufgeben? Niemals! Er stieg in den Ring. Gegen arrogante Bürokraten, inkompetente Politiker und ignorante Helicopter-Eltern. Unbeirrt hat er sein Ding durchgezogen und trotz aller Verlockungen dem betörenden Reiz der Frühpensionierung widerstanden. Und heute? Ist er immer noch einer dieser hochgezüchteten Theoretiker, die alles, aber auch alles bis zur Gesichtslähmung ausdiskutieren müssen? Ist er immer noch der selbsternannte Nonkonformist mit dem völlig uncoolen Mitsubishi-Bus, der aber heimlich vom Luxus träumt und nach sinnlichen Genüssen schmachtet? Was wurde aus seinen Statements wie zum Beispiel "Was soll ich denn sonst machen? Ich hab` doch nichts gelernt, ich war doch mein Leben lang in der Schule!"? Was wurde aus Olaf Laux (Deutsch und Geschichte)? Was wurde aus seiner Ehe mit seiner Frau Marianne (Erdkunde und Biologie)? Konnten sie sich aus ihren miefig-ideologischen Zwangsjacken befreien?

Horst Schroth macht sich an die Arbeit, um diese Fragen zu klären. Als kongenialer Partner an seiner Seite ist natürlich auch diesmal, wie vor 20 Jahren schon, der Kult-Regisseur Ulrich Waller.

NULL FEHLER - Lehrer Laux. Das Comeback. Turbulent, mitreißend, gnadenlos authentisch und natürlich - wie immer bei Horst Schroth – garantiert saukomisch!

Bockshorn Theater Würzburg

Am 30. Oktober 1984 eröffnete Mathias Repiscus in Sommerhausen das Bockshorn Theater. Anfang Oktober 2001 zog das Bockshorn mit seinem Team Monika Wagner-Repiscus und Mathias Repiscus als erste professionelle Kabarettbühne in die unterfränkische Metropole, in den neu errichteten Kulturspeicher ein.

"Ohne Mathias Repiscus wäre die deutsche Kabarettszene ein großes Stück kleiner! Ich habe sehr viel von meinem Schweizer gelernt." (Michael Mittermeier)

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