30.10.2014

von B° MS

(Quelle: Bockshorn im Kulturspeicher Würzburg)

November im Bockshorn

Hochkaräter der Kabarettszene geben sich im Bockshorn im Kulturspeicher Würzburg die Klinke in die Hand.

C. Heiland

Michael Elsener

Liese-Lotte Lübke

Blonder Engel

Manuel Holzner

Sebastian Nitsch

Henning Venske

Erstes Deutsches Zwangsensemle

Matthias Machwerk

Frank Grischek

Vince Ebert & Eric Mayer

Vince Ebert

Urban Priol

Sandra Kreisler

Christoph Sieber

Philipp Weber

Alfons

Helge und das Udo

Programm November 2014

Mittwoch, 05. November - Freitag, 07. November 2014, jew. 20.15 Uhr
kabarett-new-star-festival

Moderation: Frank Fischer

6 Senkrechtstarter an 3 Abenden präsentiert vom Förderverein Bockshorn im Kulturspeicher e.V.

Mittwoch, 05. November C.Heiland & Michael Elsener

C. HEILAND
... unter Mithilfe seines Markenzeichens, dem japanischen Kultinstrument "Omnichord", einer TV-Fernbedienung und der Energie des Publikums, singt C. Heiland bezaubernde Lieder mit deutschen Texten und kalauert sich konsequent durch das größte Abenteuer seines Lebens.

MICHEAL ELSENER
... der Schweizer Michael Elsener kommt nach Deutschland und erzählt, was wir unbedingt wissen sollten. Über das zartbittere Schokoladenland. Über ein Leben jenseits von EUNormen. Und erklärt, warum die Schweiz immer eine Extrawurst will.

Donnerstag, 06. November Liese-Lotte Lübke & Blonder Engel

LIESE-LOTTE LÜBKE
... sie mischt Alltägliches und Autobiographisches und verbindet augenzwinkerndes Klavierkabarett mit den nachdenklichen Klängen ihrer PianoPoesie. Dabei spannt sie einen Bogen von erfundenem Irrsinn über bittere Alltagsrealität bis zur Gesellschaftskritik.

BLONDER ENGEL
... dieser Name steht für raffinierte Texte, gewürzt mit einer großen Prise Selbstironie, serviert mit virtuosem Gitarrenspiel und unbändigem Improvisationstalent. Nackter Oberkörper, goldene Leggins, Engelsflügel und eine Bassstimme, um die ihn jeder Hollywood-Bösewicht beneidet.

Freitag, 07. November Manuel Holzner & Sebastian Nitsch

MANUEL HOLZNER
... er stammt aus Gerbrunn und ist auf der Schlussgeraden seines Studiums. Erkennbar in seinen Texten ist das Teilfach Philosophie, wobei er keinesfalls "kopfig" daher kommt. Seine stimmgewaltigen Songs begleitet er mit verschiedenen Instrumenten.

SEBASTIAN NITSCH
... der Hellwachträumer fällt mit uns durch die Mauern unserer Wahrnehmung und findet dahinter einen großen Schatz: unser Wundern übers ganze Weltgerümpel. Nitsch spricht, singt und spielt sanfte Töne, doch wegträumen is' nich'!


Samstag, 08. November 2014, 20.15 Uhr
Henning Venske - "Es war mir ein Vergnügen!"


HENNING VENSKE hat im Lauf seiner langen Kabarett-Karriere auch zahllose Satiren, literarische Parodien und über zwanzig Bücher geschrieben. Aus der Fülle dieses Materials stellt er für dieses neue Programm ‐ je nach Lust und Laune ‐ Texte zusammen. Und dass es dabei ‐ wie man es von ihm gewöhnt ist ‐ nicht ohne schallende Ohrfeigen für die Mächtigen im Lande abgeht, darf man erwarten...

"Karl Kraus lässt grüßen" (Fritz J. Raddatz)

"Ziemlich fies kann dieser Hamburger sein, und ‐ man muss es zugeben ‐ dabei ziemlich lustig." (Süddeutsche Zeitung)


Donnerstag, 13. November 2014, 20.15 Uhr
Erstes Deutsches Zwangsensemble - "Die letzte Tour"


Die Zeit der Bescheidenheit ist vorbei. Das Erste Deutsche Zwangsensemble – Claus von Wagner, Philipp Weber und Mathias Tretter, zusammen Träger von 37 Kleinkunst-Preisen – kehrt nach dem Sensationsprogramm "Mach 3!" mit bislang nicht gekannter Intensität zurück. In Internetforen diskutierten Fans monatelang die bangen Fragen: Wird es wieder Bombendrohungen von Islamisten geben? Wer ist diesmal der Schwule? Und: Ist den drei blutjungen Aufsteigern der Ruhm zu Kopfe gestiegen? Die Antwort ist: Ja. War es ihnen im ersten Programm noch genug, die deutsche Identität zu besudeln, muss jetzt "der Weltseele ein Auge ausgeschlagen werden", so ein Pressesprecher des Ensembles. "Die letzte Tour" führt das Kabarett an Orte, an denen Sie es noch nie gesehen haben: afrikanische Steppe, chinesische Biobauernhöfe, Kassel. Raus aus dem Biedermeier der Politschelte, hin zu den neuralgischen Punkten des Planeten! Sicherlich, man kann Globalisierung besonnener beschreiben, subtiler, exakter, engagierter, ja, auch menschenfreundlicher – aber niemals lustiger! Wenn die Welt wirklich ein Dorf geworden ist, dann kommen hier drei junge Großstädter zum Schützenfest. Sie legen an auf alles, was sich noch bewegt. Ein Arztkind, ein Anwaltssprössling und der Sohn eines Ingenieurs für Tiefbau, Sicherheits- und Verfahrenstechnik, die eigentlich wissen: Gewalt ist die Fortsetzung des Kabaretts mit anderen Mitteln. Aber noch stehen sie auf der Bühne. Und sie meinen es ernst: "Unser Ziel ist nicht das Fernsehen, unser Ziel sind die Schulbücher."

"Von Wagners schauspielerisches Talent, Webers Spritzigkeit und Tretters fein gesponnene Bissigkeit führen die Behauptung ad absurdum, die junge Generation sei maulfaul und unkritisch." (Süddeutsche Zeitung)

Auszeichnungen: u.a. 2010 Deutscher Kleinkunstpreis, 2008 Lachmessepreis "Leipziger Löwenzahn", 2007 "Salzburger Stier", 2006 Sonderpreis "Mindener Stichling"


Freitag, 14. November 2014, 20.15 Uhr
Matthias Machwerk - "Frauen denken (noch immer) anders - Männer nicht"


Alles über Liebe, Sex und lockere Schrauben! Nach dem Erfolgsprogramm "Frauen denken anders – Männer nicht!” kommt jetzt der Nachschlag! Härter, tiefer, lustiger und nur für Erwachsene! Matthias Machwerk berichtet über Sex im Alter und Altern beim Sex. Er erzählt über Männer und andere Tränensäcke, über Autos, Schlüpfer und andere Schadstoffe. Er fragt sich: Warum werden Ehepartner nicht vorher vom TÜV geprüft? Warum sind wir mit der ganzen Welt verbunden, sitzen aber allein zuhause? Und warum ist die Wahrheit wie eine Darmspiegelung? Sie ängstigt und tut weh. Machwerk sinniert, philosophiert und klärt auf. "Frauen denken (noch immer) anders – Männer nicht!” ist ein echtes Klärwerk! Abgründig, tiefgründig und gnadenlos lachhaft.


Samstag, 15. November 2014, 20.15 Uhr
Frank Grischek - "unerhört"


In seinem Programm "unerhört" macht es sich Frank Grischek zur Aufgabe, dem Publikum die Vielseitigkeit seines Instrumentes nahezubringen. So richtig begeistern kann er sich für den Job Akkordeonist allerdings nicht. Mit unnachahmlich schlechter Laune macht er uns klar, dass wir unsere Sicht auf Akkordeonisten, ob nun in der Fußgängerzone oder im Konzertsaal, gründlich überdenken müssen. Missmutig erläutert Grischek, wie auf ständige Bedrohung einzugehen ist, wie es sich anfühlt, neidvoll betrachtet zu werden oder wie man am besten auf die Frage: "Akkordeon? Und was machen Sie beruflich?" reagiert. Grischek regt sich auf, leidet, schweigt. Und entlockt seinem Instrument einzigartig wuchtige, aber auch feinste Klänge. Seine Passion ist das Akkordeon. Das beweist er eindrucksvoll mit wunderschöner Musik. Hochemotional und meisterlich spielt er alles – vom süffigen Tango über eine hinreißende Musette, von der klassischen Fuge bis zum virtuosen Irish Tune. Unglaublich unterhaltsam ist dieses Programm, das von den herausragenden Fähigkeiten des Musikers, der gekonnt mürrischen Präsentation und den ungeahnten Möglichkeiten des Akkordeons getragen wird. Nach 10 Jahren und über 15 Programmen mit Henning Venske und Jochen Busse nun endlich das erste Solo von und mit dem Ausnahmeakkordeonisten, der als

"stoisch Leidender zugleich sichtbar macht, wie mit dem abgehängten Teil der Gesellschaft umgegangen wird" (Main Post 22.3.2010).

"Liebeserklärung eines Miespeters" (Kieler Nachrichten, 25.2.2013).

"Seine Vorstellung ist umwerfend und ungemein komisch" (Süddeutsche Zeitung, 06.03.2012).

Ein Abend zwischen Konzert und Kabarett – ein Abend für alle Sinne!


Dienstag, 18. November 2014, 17.00 Uhr
Vince Ebert & Eric Mayer - "Schlau hoch 2"


Wie laut war es beim Urknall? Wie tief ist ein schwarzes Loch? Kann man mit Lichtgeschwindigkeit durch das All sausen? Und ist ein Blick mit dem Teleskop in die Vergangenheit möglich? Solche Fragen stellen nur Kinder. Und auf solche Antworten kommen nur Vince und Eric: Sie spielen sich die Planeten zu, holen die Sterne vom Himmel und suchen die grünen Männchen. Am 18. November um 17:00 Uhr sind die beiden mit ihrer Wissens-Show im Bockshorn zu Gast. Eric Mayer, bekannt aus der ZDF-Sendung pur+, begeistert als "Stuntman des Wissens" Kinder und Erwachsene. Vince Ebert ist Dipl.-Physiker und ARD-Moderator der Sendung "Wissen vor 8". Als Entertainer und Bestsellerautor ist er auf den Bühnen im ganzen Land unterwegs. Die beiden Frankfurter bieten als eingespieltes Duo Wissen im Doppelpack und Unterhaltung für die ganze Familie. "Kinder stellen intuitiv die großen Fragen. Sie sind die besten Wissenschaftler. Und da müssen wir alle was draus machen", sagen Vince und Eric.

Einlass: 30 Minuten vor Beginn (freie Platzwahl)
Für Familien mit Kindern ab 8 Jahren
Dauer: ca. 1 Stunde (ohne Pause)

Vita Vince Ebert
Vince Ebert (Jahrgang 1968) studierte Physik in Würzburg. Nach dem Studium arbeitete er in einer Unternehmensberatung und in der Marktforschung, bevor er 1998 seine Karriere als Kabarettist begann. Er ist bekannt aus TV-Sendungen wie "Mitternachtsspitzen”, "Ottis Schlachthof”, dem "Quatsch Comedy Club” und "TV Total”. Sein Anliegen: die Vermittlung wissenschaftlicher Zusammenhänge mit den Gesetzen des Humors. Mit seinen Programmen "Physik ist sexy” (2004) und "Denken lohnt sich” (2007) machte er sich einen Namen als Wissenschaftskabarettist, der mit Wortwitz und Komik sowohl Laien als auch naturwissenschaftliches Fachpublikum unterhält. Im Oktober 2008 erschien sein erstes Buch "Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie”, das sich bislang über 330.000 mal verkauft hat.

Vita Eric Mayer
Eric Mayer ist seit 2008 Moderator des ZDF Wissensmagazins für Kinder pur+. Seitdem wurde die Sendung u.a mit dem Goldenen Spatz und dem Urban Mining Award ausgezeichnet. Fürs auslandsjournal und die Frühlings-/Herbstshows war er als Reporter unterwegs. Erste Station beim ZDF war übrigens logo! In mehr als 260 Reportereinsätzen war Eric Mayer bisher weltweit für ZDF & KiKa im Einsatz (u.a. Japan, Süd Afrika, Thailand, Australien, Island und ganz Deutschland). Mit Abenteuerlust will er Wissen journalistisch und dennoch unterhaltsam vermitteln und erlebbar machen.


Dienstag, 18. November 2014, 20.15 Uhr
Vince Ebert - "Evolution"


Der menschliche Organismus ist ein wahres Wunderwerk. Hautzellen werden alle vier Wochen regeneriert, rote Blutkörperchen alle 120 Tage. Man schätzt, dass nach sieben Jahren jede Zelle in unserem Körper komplett erneuert wurde. Und spätestens dann sagen viele Ehefrauen: "Du bist mir so fremd geworden...” Der Wissenschaftskabarettist Vince Ebert beschäftigt sich in seinem neuen Programm mit dem größten Thema überhaupt: dem Geheimnis des Lebens! Vor rund 3,5 Milliarden Jahren entstand die erste
Lebensform in einem ölig-schleimigen Tümpel, quasi die Vorform eines Versicherungsvertreters. Wir haben uns gegen Dinosaurier, Säbelzahntiger und Pestviren durchgesetzt. Selbst Lehmann- Brothers, Fernsehköche und Doku-Soaps konnten uns nicht aus der Bahn werfen. Inzwischen hat der Mensch keine natürlichen Feinde mehr. Bis auf die eigene Verwandtschaft natürlich. Was also ist der Schlüssel zur einzigartigen Karriere des Homo sapiens? Warum entwickeln wir Mondraketen, Antibiotika und Reisezwiebelschneider, während unsere Vettern im Urwald immer noch mit Stöcken in Termitenbauten herumstochern? Wir haben das Higgs- Teilchen gefunden, kennen die Größe des Universums und sind sogar fähig, uns mit Nuklearwaffen selbst zu zerstören. Das soll uns ein Schimpanse erst mal nachmachen! Und doch sind wir immer noch irrational und unperfekt. Warum neigen wir dazu, an Gott zu glauben? Wieso schaffen es Frauen nicht, den Lidstrich mit geschlossenem Mund zu ziehen? Und warum vergessen wir den Namen unseres Schwippschwagers, während wir das Lied "Da steht ein Pferd auf`m Flur” nicht mehr aus dem Kopf bekommen? Vince Ebert gibt naturwissenschaftlich fundierte Antworten und erklärt, warum die Natur Sex erfunden hat, ob wir jemals unsterblich werden und ob der Musikantenstadl mit der Evolutionstheorie vereinbar ist.


Freitag, 21. November 2014, 20.15 Uhr
Urban Priol - "TILT!" Der Jahresrückblick


Was? Schon wieder ein Jahr vorbei? Dabei, das war doch erst – ach, das war schon im Januar?! Unglaublich... Was für ein Jahr! Und was für einer, der es durch den Pointenhäcksler dreht! Priol, der fränkische Kabarett-Anarcho, dreht und wendet die Ereignisse von 2014 - aus scheinbar Unzusammenhängendem knüpft Priol aberwitzige Fäden, die sich am Ende zu einer unglaublichen Logik verstricken. In seinem Jahresrückblick präsentiert Urban Priol brandaktuelles, pointiertes Polit-Entertainment der Spitzenliga und macht dabei vor keinem gesellschaftspolitischen Thema halt. Da bleibt nichts ausgespart, was Medien und Menschen im letzten Jahr bewegte. Mit seiner rasanten Highspeed-Vernetzung der Themen fordert er höchste Aufmerksamkeit von seinem Publikum, um es im gleichen Atemzug perfekt zu unterhalten. Urban Priol ist der Meister des realitätsnahen Sarkasmus, der mit scharfer Zunge und einem unnachahmlichen Wortschwall über alles herfällt, was ihm "vors Maul" kommt. Nicht ohne Grund wird er auch Urban "The Mouth" Priol genannt. Mitten in die "Stille Zeit" brechen Priols kabarettistische Flashbacks ein wie der Verwandtenbesuch am Zweiten Weihnachtsfeiertag. Im Spott ist Priol, der große Lust-Lästerer, ein Genießer. 2014 – wenn nichts mehr geht, kommt Priol. Das hundsgemein-charmante Kabarett-Kraftwerk dreht und wendet das Zeitgeschehen, bis es die Zuschauer als das sehen, was es ist: Absurdes Theater von großer globaler Bedeutung, treffend, bloßlegend und hochintelligent. Manchmal auch ein klein wenig versöhnlich, wie es sich zum Abschluss eines Jahres ja auch gehört....

"Ein Kabarett-Anarcho im kontrollierten Rauschzustand. Er schreit und schrillt, bayert und hesselt. Urban Priol geht der Stoff nie aus." (Neue Westfälische)


Samstag, 22. November 2014, 20.15 Uhr
Sandra Kreisler - "KREISLERismen"


KREISLERismen – Sandra Kreisler singt Witziges und Bissiges von Georg Kreisler und anderen Legenden des Cabaret-Chansons. Sie hat Ecken und Kanten. Solche, die sich schwer schleifen lassen und an denen sie sich manchmal selbst blaue Flecken holt. Kleine Narben, die dafür stehen, dass sie etwas erlebt hat. Und das ist dringend notwenig, um das zu tun, was sie tut. "Man muss ein Leben gelebt haben, um Chansons singen zu können", sagt Sandra Kreisler. Nur singt sie nicht nur Chansons, sie lebt sie auch. Sandra Kreisler stellt sich nicht auf die Bühne. Sie singt, spielt, seziert. "Sandra Kreisler stört, indem sie mitdenkt", attestierte ihr einmal Wolfgang Kos, Direktor des WienMuseums – und hatte durchaus recht. Denn die Frau ohne Eigenschaften – die steht ihr gar nicht. Es ist nicht nur die scharfzüngige Intelligenz, die bissige Kritik und die schonungslose Wahrheit, die sie ausdrucksstark in den Liedern offenbart, es ist ein Fühlen für die Zustände der Zeit und das Vermitteln dieser an den Zuschauer. Sandra Kreisler ist eine Frau, die lieber protestiert und polarisiert anstatt Meinungen und Menschen zu kopieren oder gängige Klischees zu bedienen.So kennt man sie aus ihren Soloprogrammen, so erlebt man sie in ihrem grossen "Wortfront"-Projekt, in dem sie neue literarische Chansons mit Pop und klassischer Musik kreuzt. Mit ihrem neuen Programm KREISLERismen sucht sie nun einen deutlichen Gegenpol zur Ernsthaftigkeit musikalischer Experimente. Nur mit Klavier, ohne grosses Brimborium. Aber natürlich wie immer bei der Kreisler mit Anspruch auf Perfektion, Witz und Inhalt. KREISLERismen versammelt geballte Leichtigkeit, ohne je in das Banale abzurutschen, und deutliche Zeitkritik, ohne deswegen bitter zu werden. Fröhlich, respektlos und sprühend vor Wortwitz mäandern die Lieder durch die ewigen Themen des Lebens: Beziehungen werden auf die Schaufel genommen, essentielle Punkte wie Hass, Liebe, Geld, Politik werden, von ihrer spassigen Seite betrachtet, völlig ad absurdum geführt. E ist respektlos bissig. Es ist frech. Es ist komisch. Aber es ist nie Comedy. Zeitlos und hochmodern zugleich sind diese alten Chansons, wenn Sandra Kreisler sie lebt. Auch brandneue Lieder finden sich. Und sie fügen sich nahtlos ein. Ganz vorne in der Liedersammlung vertreten: Georg Kreisler, ihr Vater. Natürlich singt sie seine Lieder. Denn, egal ob nun Verwandtschaft oder nicht, eines ist überdeutlich: wenn man deutschsprachige Chansons sucht, die musikalisch, inhaltlich und sprachlich gleichermassen Bestand haben, kommt man an den Chansons von Georg Kreisler nicht vorbei. Sie singt seine Lieder genau so wie die anderer Künstler: Ausgewählt nach der Güte, nach der Frage, ob das Lied aus ihr spricht - und nicht nach dem Namen des Autors.


Mittwoch, 26. November 2014, 20.15 Uhr
Christoph Sieber - "Alles ist nie genug!"


Dass der Mann mit Kabarettpreisen formlich überschüttet wird, verwundert nicht, hebt er sich doch in seiner Mischung aus spitzzüngigem Politkabarett und pantomimischen Tanz und Gesangseinlagen grandios von manch einem seiner Kollegen ab. In Zeiten, in denen nicht nur Politikverdrossenheit immer weiter um sich greift, sondern auch die Politiker genug vom Bürger haben, zeigt Christoph Sieber in seinem aktuellen Programm, dass in jeder Aussage, in jeder Tat eine wundervolle Komik steckt, über die es sich zu lachen lohnt. Christoph Sieber ist vielfach ausgezeichneter Kabarettist, Comedian, Autor und Moderator. Er ist regelmaßiger Gast im "Satire Gipfel" (ARD), in "Neues aus der Anstalt" (ZDF), den "Mitternachtsspitzen" (WDR), bei "Volker Pispers & Gaste" (3sat) und in vielen anderen Kabarettsendungen im Fernsehen. Der studierte Pantomime prasentiert zudem als Gastgeber die monatliche TV-Sendung "Spatschicht" im SWR. In "Alles ist nie genug!" ist Christoph Sieber ernsthaft komisch und herzlich bose. Er zeigt eine verliebt lyrische Seite und prasentiert zuweilen in Bonbonpapier gehüllten Zynismus, der das Publikum betroffen schweigen und im nachsten Moment herzlich lachen lasst. Bei ihm ist Kabarett auch Wut, über die man lachen kann. Ein Kabarettprogramm auf der Hohe der Zeit. Erleben sie also die perfekte Mischung aus Kritik und Unfug, aus Ernst und Klamauk. Freuen sie sich auf ein Programm mit erheblichem Tiefgang und auf den sympathischen Kabarettisten der nachsten Generation: Christoph Sieber.


Freitag, 28. November 2014, 20.15 Uhr
Philipp Weber - "Durst – Warten auf Merlot"


Der Mensch hat vier essentielle Grundbedurfnisse: Atmen, Trinken, Essen und Sex! Ohne Sauerstoff sind wir nach drei bis funf Minuten tot! Ohne Flussigkeit nach drei bis funf Tagen. Ohne Nahrung nach drei bis funf Wochen. Und ohne Sex ...? Halt man hochstens drei bis funf Ehen aus. Doch da uber Ernahrung schon viel gesprochen wird, uber Sex viel zu viel, und drei von funf Gesprachen ohnehin nur aus Luft bestehen, wird es nun Zeit, ein Wort uber den Durst zu verlieren. Denn der Mensch soll schließlich am Tag 1,5 Liter trinken. Die Frage ist nur: Was? Die Antwort weiß Philipp Weber. Er ist Deutschland radikalster Verbraucherschutzer und hat sich mit Leib und Magen Ihrem Wohl verschrieben. Dazu hat er Fakten ausgegraben, die der Offentlichkeit von der Nahrungsmittelindustrie bisher vorenthalten wurden: Tee macht fahruntuchtig ab 0,8 Kamille. Kakao ist Koks fur Kinder. Milch ohne Fett ist keine Milch, sondern Quatsch. Fur eine gute Tasse Kaffee braucht man 140 Liter Wasser. Der Mensch lebt nicht allein von Kefir. Stille Wasser sind nicht tief, sondern teuer. Doch den großten Durst kann man nicht mit Wasser loschen. Die Kriege der Zukunft mogen um das blaue Gold gefuhrt werden, aber die Schlacht der Gegenwart geht um Freibier. Noch nie wurde so viel Alkohol produziert wie heute. Versiegen die Olquellen der Welt, mussen die Destillationskolben angeschmissen werden. Verglichen mit dem, was unsere Autos saufen, benehmen sich die Besucher des Oktoberfestes wie eine Gruppe leberkranker Taliban. Das kann nicht das letzte Wort sein. Der Mensch muss zuruckschlagen: Derzeit befindet sich Gerard Depardieu in einem russischen Trainingscamp, um sich auf ein Wetttrinken mit einem VW Touran mit Ethanolantrieb vorzubereiten. Diese und andere Geheimnisse aus der Welt des Pichelns erfahren Sie nur von Philipp Weber. Wo Philipp Weber mit seinem SensationsProgramm "FUTTER" auf Grund der schmerzenden Lachmuskulatur seines Publikums aufhoren musste, macht er jetzt weiter: beim Trinken. Mit "DURST" surft Philipp Weber auf einer Erfolgswelle in die schaumende Bucht Ihres Vergnugens. Dieser Abend wird in einem Meer aus Freudentranen enden. Denn Weber will mehr: lachende Gesichter, gluckliche Menschen und eine bessere Welt. Und vor allem: den Job von Ilse Aigner!


Samstag, 29. November 2014, 20.15 Uhr
Alfons - "Alfons' Geschichten: Der letzte Wunsch vom Rentner Heinz"


ALFONS, der Kultreporter der ARD, erzählt die Geschichte vom Rentner Heinz, einem liebenswerten, schlagfertiger Rentner. ALFONS ist ihm bei seinen Umfragen begegnet und bringt ihn durch Filme und Erzählungen auf die Bühne. Schon bald entspinnt sich zwischen den beiden eine spröde, aber herzliche Freundschaft. Und während sich Heinz an seine Schulzeit zurück erinnert, berichtet auch ALFONS auf der Bühne von seinem Leben: von den Klingelstreichen bei Jacques Chirac, seinen Erfahrungen als Austauschschüler in Bayern und von den kalten Abenden in den Pariser Vororten im flackerndem Licht eines brennenden Kleinwagens. Zwischendrin findet ALFONS natürlich die Zeit, eine Auswahl seiner schönsten Umfragen zu präsentieren und das Publikum immer wieder zum Lachen zu bringen. Und, versprochen, ALFONS wird niemandem im Publikum interviewen. Auch die erste Reihe nicht. "Der letzte Wunsch vom Rentner Heinz" ist ein einzigartiges Konzept und geht weit über eine "herkömmliche" Comedy-Veranstaltung hinaus. Zwischen all den Lachern: Die anrührende Geschichte von ALFONS und Heinz und die Frage, ob ALFONS Heinz noch einen letzten großen Wunsch erfüllen kann, geht zu Herzen und wird das Publikum noch lange nach Ende der Vorstellung begleiten. Lachen und große Emotionen garantiert! Die Presse ist begeistert. Das Publikum auch. Sie werden ALFONS lieben!


Sonntag, 30. November 2014, 20.15 Uhr
Helge und das Udo - "Ohne erkennbare Mängel!"


Nach 12 Jahren unermüdlicher Lektüre haben sich Helge Thun und Udo Zepezauer dazu durchgerungen, ihren Zeitungskritiken Glauben zu schenken und sind zu dem Schluss gekommen, dass sie gut sind. Der Originaldialog lautete: Helge: "Wir sind gut." Udo: "Stimmt." Und darum machen sie in ihrem fünften Programm genau da weiter, wo andere aufhören: sie spielen, singen und improvisieren auf höchstem Niveau und sind dabei unschlagbar komisch. Ein ganzer Tatort nur in Schüttelreimen? Ein Liebeslied mit Navisätzen? Ein atemberaubend monotoner Dialog über einen Handstand am Sandstrand? Ein Gewicht reduzierendes Lied in Limericks? Ein Wellness Medley quer durch alle Musikgenre? Oder ein komplett improvisierter Sketch im Stile Loriots? Da zumindest die Reaktionen der Zuschauer bis jetzt keine ernsthaften Zweifel am komischen Genie der beiden aufkommen lassen, sind ihrer Meinung nach auch keinerlei Mängel erkennen. Der Originaldialog lautete: Helge: "Sind wir wieder gut?" Udo: "Von mir aus!"

Bockshorn Theater Würzburg

Am 30. Oktober 1984 eröffnete Mathias Repiscus in Sommerhausen das Bockshorn Theater. Anfang Oktober 2001 zog das Bockshorn mit seinem Team Monika Wagner-Repiscus und Mathias Repiscus als erste professionelle Kabarettbühne in die unterfränkische Metropole, in den neu errichteten Kulturspeicher ein.

"Ohne Mathias Repiscus wäre die deutsche Kabarettszene ein großes Stück kleiner! Ich habe sehr viel von meinem Schweizer gelernt." (Michael Mittermeier)

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