24.06.2014

von B° MS

(Quelle: Mainfranken Theater Würzburg)

MFT aktuell

THE RAKE´S PROGRESS am Mainfranken Theater Würzburg / Letzter Ticket Verkaufstermin an der Uni-Mensa

Mainfranken Theater

MUSIKTHEATER: Igor Strawinsky
THE RAKE´S PROGRESS (Die Karriere eines Wüstlings)
Oper in drei Akten
Text von Wystan Hugh Auden und Chester Kallman
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 28. Juni 2014 | 19.30 Uhr (EF: 19.00 Uhr) | Mainfranken Theater, Großes Haus

Im Rahmen des Mozartfestes feiert das Mainfranken Theater Würzburg im Großen Haus die Premiere von Igor Strawinskys Oper The Rake‘s Progress (Die Karriere eines Wüstlings). Nicht umsonst zählt diese Oper zu den erfolgreichsten Kompositionen des Musiktheaters, die nach 1945 uraufgeführt wurden, denn das Werk ist intelligent und frech, raffiniert, spannend, hoch gelobt und grell zugleich.

Angeregt von Kupferstichen William Hogarths (1697–1764) entwarf der Komponist zusammen mit seinen originellen Textern W. H. Auden und Chester Kallman eine Handlung um den Landjungen Tom Rakewell, der in London auf die schiefe Bahn gerät. Angelockt von der Aussicht auf größten Reichtum wird er vom diabolischen Nick Shadow zu den unterschiedlichsten Ausschweifungen und Versuchungen verführt. Ein tragisches Ende ist vorprogrammiert: Schließlich landet Tom im Irrenhaus. Einzig seine frühere Geliebte Anne hält noch zu ihm. Als Tom Rakewell ist der junge amerikanische Tenor Joshua Whitener zu erleben. Die Figur des Nick Shadow, sein teuflischer Begleiter, ist mit dem südafrikanischen Bariton Johan F. Kirsten besetzt.

Entsprechend der bildnerischen Vorlage Hogarths greift Strawinsky in seiner Musik Modelle des 18. Jahrhunderts auf. Vor allem Wolfgang Amadé Mozarts Opern Così fan tutte und Don Giovanni waren für ihn eine wichtige Inspirationsquelle bei der Komposition seiner Partitur. Gleichwohl kopiert Strawinsky nicht einfach das, was er vorfand, sondern schuf etwas ganz Eigenes und Originelles. Daher verwundert es nicht, dass The Rake‘s Progress noch zu Lebzeiten des Komponisten eine begeisterte Anhängerschar fand, die sich bis heute immer wieder aufs Neue an den ebenso witzigen wie berührenden Situationen und an dieser frischen Partitur Strawinskys erfreut.

Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Enrico Calesso. Regie führt Stephan Suschke, der mit Bühnenbildner Momme Röhrbein und Kostümdesignerin Angelika Rieck ein bewährtes Kreativteam zusammengestellt hat.

Eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung bietet das Theater dem interessierten Publikum eine Einführung an, bei der der Dramaturg weiterführende Informationen zum Stück sowie die Besonderheiten der Würzburger Produktion erläutert. Die Einführungen finden im Oberen Foyer statt und sind für das Theaterpublikum kostenfrei. Kartenhotline: 0931/3908-124.

TEAM
Musikalische Leitung Enrico Calesso
Inszenierung Stephan Suschke
Bühne Momme Röhrbein
Kostüme Angelika Rieck
Licht Roger Vanoni
Choreinstudierung Michael Clark
Dramaturgie Christoph Blitt

MIT
Trulove / Wärter des Irrenhauses Herbert Brand
Anne, Truloves Tochter Silke Evers / Christine Graham
Tom Rakewell Joshua Whitener
Nick Shadow Johan F. Kirsten
Mother Goose Barbara Schöller / Sonja Koppelhuber
Baba the Turk Sonja Koppelhuber / Barbara Schöller
Sellem, Auktionator Paul McNamara

Opernchor und Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg
Philharmonisches Orchester Würzburg

BIOGRAFIEN

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Prof. Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Anschließend besuchte er die Dirigierklasse von Prof. Uros Lajovic an der Universität Wien. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im darauffolgenden Jahr wurde er dort zum Generalmusikdirektor ernannt. Enrico Calesso dirigierte unter anderem die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Filarmonia Veneta Malipiero, das Philharmonische Orchester Rzeszów sowie die Sinfonietta Baden. Daneben dirigierte er bei den Bregenzer Festspielen mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos Andrea Chénier und am Theater Bern von Giuseppe Verdis Macbeth.

Stephan Suschke war nach seinem Studium Dramaturg und Regisseur am Theater Greifswald. Anschließend war er bis zu Heiner Müllers Tod 1995 dessen engster Regiemitarbeiter. Stephan Suschke arbeitete mit ihm unter anderem am Deutschen Theater in Berlin, am Berliner Ensemble sowie bei den Bayreuther Festspielen. Ab 1994 inszenierte er auch selbst am Berliner Ensemble, an dem er von 1995 bis 1999 – dabei von 1997 bis 1999 als Künstlerischer Leiter – zur Theaterleitung gehörte. Seit 1999 arbeitete Suschke als freier Regisseur unter anderem am Théâtre National in Brüssel, in Córdoba (Argentinien), Neu Delhi (Indien) und Melbourne (Australien). 2003 veröffentlichte er unter dem Titel Müller Macht Theater eine umfangreiche Dokumentation über Heiner Müllers Theaterarbeit. Am Mainfranken Theater Würzburg stellte sich Stephan Suschke in der Saison 2005/2006 mit den auch überregional sehr erfolgreichen Produktionen von Ödipus, Tyrann von Sophokles und der Oper Das Herz von Hans Pfitzner dem hiesigen Publikum vor. Ferner inszenierte er hier unter anderem Friedrich Schillers Maria Stuart, Bertolt Brechts und Kurt Weills Die Dreigroschenoper und die Uraufführung der Oper Die andere Seite von Michael Obst. In der letzten Spielzeit waren Giuseppe Verdis Macbeth und William Shakespeares König Lear von ihm zu sehen. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Stephan Suschke Schauspieldirektor am Mainfranken Theater Würzburg.

Momme Röhrbein ist in West-Berlin, New York und Havanna aufgewachsen. Seit 1989 ist er freischaffender Bühnen- und Kostümbildner und arbeitete unter anderem am Akademietheater Wien, am Wiener Theater in der Josefstadt, am Berliner Ensemble und am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspielhaus Hamburg, am dortigen Thalia Theater, am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, am Staatsschauspiel Dresden, am Theater Basel, am Theater Ulm, am Residenztheater München und an der Oper Köln. Neben Stephan Suschke gehören etwa Katharina Thalbach, Matthias Hartmann, Paolo Magelli, Markus Völlenklee oder Leander Haußmann zu seinen Regiepartnern. Am Mainfranken Theater Würzburg entwarf er unter anderem die Ausstattung für Stephan Suschkes Produktionen Ödipus, Tyrann von Sophokles, Das Herz, Die Dreigroschenoper, Die Hermannsschlacht, Macbeth, König Lear und Der Geizige.

Angelika Rieck ist gebürtige Bonnerin. Nach dem Abitur studierte sie Kunst und Design an der Fachhochschule Köln. Danach begann sie als Assistentin von Axel Manthey am Schauspiel Köln und der Oper Frankfurt zu arbeiten. Seit 1990 arbeitet Angelika Rieck an diversen Theater- und Opernhäusern im gesamten europäischen Raum. Zu ihren Stationen gehörten bisher etwa das Schauspielhaus Hamburg, das Residenztheater München, das Burgtheater Wien, die Oper in Lissabon, das Theater Basel, das Theater Erfurt, das Theater Lübeck sowie die Kölner Oper. In dieser Zeit hatte Angelika Rieck die Gelegenheit, mit namhaften Regisseuren wie Matthias Hartmann, Katharina Thalbach, Didier von Orlowsky und Anthony Pilavachi zusammenzuarbeiten. In Berlin hat sie darüber hinaus am Berliner Ensemble an Claus Peymanns Inszenierungen von Die Mutter sowie den Peter Handke-Uraufführungen Untertagblues und Spuren der Verirrten mitgewirkt. Im Jahr 2011 entwarf sie die Kostüme für Katharina Thalbachs Inszenierung von Wolfgang Amadé Mozarts Die Zauberflöte bei den Seefestspielen am Berliner Wannsee. In dieser Spielzeit konnte man am Mainfranken Theater Würzburg ihre Kostüme in den Produktionen Der Geizige und Der Kaufmann von Venedig (Regie Stephan Suschke) bewundern.

Nur noch ein Mensa-Verkaufs-Termin: Letzter Ticket-Sonderverkauf des Mainfranken Theaters am 2. Juli 2014 von 12.30 bis 14.00 Uhr in der Hubland-Mensa in Würzburg

Wenn der Sommer da ist, lässt die Spielzeit-Pause des Stadttheaters auch nicht mehr lange auf sich warten. Deshalb gibt es nur noch einen Termin, an dem das Mainfranken Theater an den Unimensen während der Mittagszeit seinen Informations- und Verkaufsstand aufbaut und für Studierende Karten für Theatervorstellungen zu Sonderpreisen anbietet.

Zu finden ist der Theaterstand – der stets ein besonders attraktives Angebot zu den laufenden Vorstellungen im Musiktheater, Schauspiel, und Ballett bereit hält – letztmals am 2. Juli 2014 in der Mensa am Hubland.

Insgesamt 90 Minuten, zwischen 12.30 Uhr und 14.00 Uhr, stehen Theatermitarbeiter aus den Bereichen Dramaturgie und Kommunikation dann allen interessierten Studenten Rede und Antwort und liefern wo gewünscht spannende Details zu den verschiedenen Inszenierungen aus allen Sparten.

Zum Mainfanken Theater Würzburg geht es hier.

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