26.05.2014

von B° MS

(Quelle: Mainfranken Theater Würzburg)

MFT aktuell

Oper, Ballett und Lesung: Die aktuellen Termine im Mainfranken Theater am 30. und 31. Mai 2014

Mainfranken Theater

John von Düffel (Die Jünger Jesu)

OPER AM KLAVIER IV – GUSTAF ADOLF UND EBBA BRAHE
von Georg Joseph Vogler
Oper in drei Akten
Text von Johan Henrik Kellgren nach dem gleichnamigen
Schauspiel von Gustav III., König von Schweden

30. Mai und 8. Juni 2014 | 20.00 Uhr | Kammerspiele

Aus Anlass des 200. Todestages von Georg Joseph Vogler präsentiert die Reihe "Oper am Klavier" am 30. Mai und 08. Juni 2014 jeweils um 20.00 Uhr die Oper Gustaf Adolf und Ebba Brahe in Ausschnitten in den Kammerspielen.

Am 15. Juni 1749 kam in Würzburg einer der interessantesten Persönlichkeiten des musikalischen Lebens seiner Zeit zur Welt. Die Rede ist von Georg Joseph Vogler. Einschlägige Musiklexika weisen ihn als Komponisten, Musiktheoretiker, Instrumentenbauer, Pädagogen, Orgelvirtuosen, Kapellmeister und Geistlichen aus. Mit sicherem Instinkt suchte er sich Wirkungsstätten, die damals zu den fortschrittlichsten musikalischen Zentren Europas zählten. So wurde Vogler 1776 zum Vize-Kapellmeister am Hofe des Mannheimer Kurfürsten Karl Theodor ernannt, wo er zu einem führenden Vertreter der progressiven, sogenannten "Mannheimer Schule" aufstieg. Zehn Jahre später, also 1786, wurde er als Musikdirektor an den Hof von Stockholm gelockt, wo das Opernleben in einer großen Blüte stand. 1807 ging Vogler schließlich nach Darmstadt, wo er unter anderem der Lehrer von Carl Maria von Weber und Giacomo Meyerbeer wurde.

Die Oper Gustav Adolf und Ebba Brahe wurde 1788 in Stockholm zur Uraufführung gebracht. Das Libretto, das von der unglücklichen Liebe des Schwedenkönigs Gustav Adolf zu der Hofdame Ebba Brahe erzählt, wurde maßgeblich angeregt und mitgestaltet von Gustav III. und inspirierte Vogler zur Entwicklung einer fortschrittlichen Musiksprache, die dem für damalige Verhältnisse ungewöhnlichen historischen Sujet beeindruckend Rechnung trägt.

Kartenreservierungen sind telefonisch unter 0931/ 3908-124, per E-Mail an karten(at)theaterwuerzburg.de oder online möglich.

Auszüge aus:
Georg Joseph Vogler
GUSTAF ADOLF UND EBBA BRAHE
Oper in drei Akten

Musikalische Leitung und Klavier: Frank Sodemann
Projektleitung, Dramaturgie und Moderation: Christoph Blitt

Gustaf Adolf, König von Schweden: Yong Bae Shin
Königin Christina, Witwe König Karls IX, Mutter Gustaf Adolfs: Karen Leiber
Ebba Brahe, Hofdame der Königin aus vornehmem Geschlecht: Anja Gutgesell
Märta Banér, Vertraute Ebba Brahes: Barbara Schöller
Jacob Delagardie, königlicher General: Deuk-Young Lee
Johan, Fährmann: Daniel Fiolka

   
DORNRÖSCHEN
Ballett von Anna Vita
Musik von Peter Tschaikowski

Premiere: 31. Mai 2014 | 19.30 Uhr (Einführung: 19.00 Uhr) | Großes Haus

Dornröschen gehört wohl zu den populärsten und beliebtesten Schöpfungen des Klassischen Balletts. Das verwundert nicht, denn die bekannte Märchenhandlung bietet den Tänzerinnen und Tänzern die Gelegenheit, ihr gesamtes Ausdrucksspektrum vom hochvirtuosen Spitzentanz bis hin zu fesselnden pantomimischen Szenen zu präsentieren. Peter Tschaikowski komponierte 1890 zu diesem Ballett eine Musik, die mit ihrer Opulenz immer wieder aufs Neue überrascht und mit ihrem Farbreichtum wegweisend für andere Komponisten sein sollte.

Ab dem 31. Mai 2014 bringt Anna Vita dieses Ballett auf die Große Bühne des Mainfranken Theaters. Mit ihrer Choreografie löste sie sich von der märchenhaften Oberfläche und kreiert eine eigene Version von Dornröschen, die das Mädchen Aurora auf dem Weg zum Erwachsenwerden begleitet. Dabei mutiert die böse Fee Carabosse zu einem Nachbarn, der von der Idee besessen ist, den Duft und die Schönheit von Rosen zu konservieren. Die schönste aller Rosen ist für ihn allerdings Aurora, weshalb er sie in seine Gewalt bringt. Es dauert Jahre, bis Aurora aus dem Schlaf der Entführung befreit wird.

In den Hauptrollen sind Kaori Morito als Aurora, Timothy Szczepkowski-Collins als Prinz Désiré und Ivan Alboresi als Carabosse aus der Ballettcompagnie zu erleben.

Für die Ausstattung des Balletts ist Stefan Morgenstern verantwortlich. Nach gemeinsamen Produktionen wie Cyrano de Bergerac in der letzten Spielzeit oder Othello in 2011/2012 bildet er inzwischen mit Anna Vita ein eingespieltes Kreativteam. Mit den wunderschön detailreichen Kostümen von Kristopher Kempf und einem stimmungsvollen Bühnenbild gelingt es, die Märchenhaftigkeit des Balletts Dornröschen noch zu unterstreichen.

Kartenreservierungen sind an der Theaterkasse telefonisch unter 0931/3908-124 oder per E-Mail an karten(at)theaterwuerzburg.de möglich.


TEAM

Musikalische Leitung: Enrico Calesso
Choreografie und Inszenierung: Anna Vita
Bühne: Stefan Morgenstern
Kostüme: Kristopher Kempf
Dramaturgie: Christoph Blitt

Aurora: Kaori Morito / Zoya Ionkina
Desiré: Timothy Szczepkowski-Collins / Aleksey Zagorulko
Carabosse: Ivan Alboresi / Felipe Soares Cavalcante
Blauer Vogel: Ran Takahashi, Aleksey Zagorulko / Camilla Matteucci, Davit Bassénz
Katzen: Kirsten Renee Marsh, Leonam Santos / Jelena Grjasnowa, Timothy Szczepkowski-Collins
Flieder: Camilla Matteucci
Calista: Zoya Ionkina / Kaori Morito
Dybial: Ran Takahashi
Camilla: Jelena Grjasnowa
Leandra: Kirsten Renee Marsh
Audris: Aleksey Zagorulko
Bronte: Leonam Santos
Aislinn: Felipe Soares Cavalcante
Sachiko: Thomas Dobronyi / Davit Bassénz
Doubles Aurora: Zoya Ionkina, Kirsten Renee Marsh, Camilla Matteucci (Jelena Grjasnowa, Kaori Morito, Ran Takahashi)
Doubles Carabosse: Thomas Dobronyi / Davit Bassénz, Leonam Santos, Felipe Soares
Cavalcante (Ivan Alboresi, Timothy Szczepkowski-Collins, Alexsey Zagorulko)
Double Aurora: Zoya Ionkina / Kaori Morito
Junges Mädchen: Ran Takahashi
Kinder der Ballettschulen Nölke und Ratiu
Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg

Philharmonisches Orchester Würzburg


BIOGRAFIEN

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Professor Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2005 besuchte er die Dirigierklasse von Professor Uroš Lajovic an der Universität Wien und absolvierte das Studium mit Auszeichnung. Bereits während seiner Ausbildung wirkte er bei verschiedenen Opernproduktionen als musikalischer Assistent mit, unter anderem bei den Bregenzer Festspielen und den Wiener Festwochen. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg bei Wien und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er hier zum Generalmusikdirektor ernannt. Enrico Calesso dirigierte unter anderem die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, das Berner Symphonieorchester, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, die Nordwestdeutsche Philarmonie, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Filarmonia Veneta Malipiero sowie das Philharmonische Orchester Rzeszów. Daneben dirigierte er bei den Bregenzer Festspielen 2011 und 2012 mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos Andrea Chénier. In dieser Spielzeit zeichnet er verantwortlich für die musikalische Leitung der Produktionen Lohengrin, Salome, Dornröschen und The Rake’s Progress. Des Weiteren wird er noch bei den Konzerten im Rahmen des Mozartfestes Würzburg und zur Italienischen Nacht am Pult des Philharmonischen Orchesters Würzburg stehen.

Anna Vita absolvierte ihre Ausbildung an der "John Cranko Schule" in Stuttgart. Von 1983 an war sie am Staatstheater Saarbrücken, am Theater Dortmund, an der Oper Bonn, am Theater Basel und an der Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg engagiert. Seit 2004 ist sie Ballettdirektorin und Choreografin am Mainfranken Theater Würzburg. Seitdem kreierte sie für die Ballettcompagnie unter anderen Produktionen wie Der Nussknacker, Romeo und Julia, Das Bildnis des Dorian Gray, Dracula, Othello, Der Besuch der alten Dame oder Cyrano de Bergerac. Gastaufträge führten sie an das Theater Augsburg, die Oper Halle oder die Deutsche Oper am Rhein. Anna Vita ist Trägerin des Theaterpreises Würzburg 2007 des Theater- und Orchesterfördervereins. Durch die jahrelange Arbeit mit Youri Vàmos und seinem Team sowie durch den engen Kontakt zu den Balletten John Crankos während ihrer Ausbildung festigte sich bei Anna Vita das Bestreben nach einer tänzerischen Umsetzung von Geschichten. Gleichzeitig stehen der Mensch und dessen Beziehungen zu seiner Umwelt im Zentrum ihres Interesses. Dabei hat sie ihren eigenen Stil entwickelt, der Elemente der Neoklassik, der Moderne und des Tanztheaters miteinander verbindet.

Stefan Morgenstern wurde 1960 in Köln geboren. Nach Abschluss seines Architekturstudiums schlug er die Theaterlaufbahn ein. Seit 1993 arbeitet er als freier Bühnen- und Kostümbildner und immer wieder auch als Kreativpartner für Eventagenturen im Bereich Messeauftritte und Eventdesign. Einen Schwerpunkt seiner Theaterarbeit bildet der Bereich Tanztheater. So entstanden zahlreiche Bühnenbilder und Ausstattungen für Choreografen wie Daniela Kurz, Renato Zanella, Roberto di Oliveira, Davide Bombana, Antonio Gomes, Mauro de Candia oder Anna Vita an Bühnen wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Staatstheater Nürnberg, dem Nationaltheater Mannheim, der Deutschen Oper Berlin, dem Staatstheater Saarbrücken, der Staatsoper Wien, der Volksoper Wien, dem Aalto-Theater Essen, dem Theater Augsburg oder der Compagnie De Anima in Rio de Janeiro. Für Schauspiel- und Opernproduktionen entstanden Bühnenbilder und Kostüme an den Theatern von Esslingen, Neuss, Mainz, Wien, Frankfurt/Oder, Klagenfurt, Linz, St. Pölten, Detmold, Nürnberg, dem Augsburg oder Pforzheim und für das Rossini-Festival in Bad Wildbad unter der Regie von Daniela Kurz, Jochen Biganzoli, Rennie Wright, Silvia Armbruster oder Ernst Konarek. Daneben beschäftigt sich Stefan Morgenstern auch in mehreren freien, experimentellen Produktionen immer wieder mit den Themen: Raum, Bewegung, Musik, Interaktion und Improvisation. Im Jahre 2000 erhielt die Produktion Die Winterreise mit Daniela Kurz und dem Tanztheater Nürnberg den Bayerischen Theaterpreis. 2010 wurde er in der Fachzeitschrift "Opernwelt" zum Bühnenbildner des Jahres nominiert.

Kristopher Kempf absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Maßschneider in Frankfurt sowie eine Weiterbildung zum Maßschneidermeister an der Deutschen Meisterschule für Mode in München, die er als Jahresbestmeister in seinem Handwerk abschloss. Der Anstellung am Staatstheater Wiesbaden als Kostümassistent folgte die Tätigkeit im Atelier Das Gewand in Düsseldorf sowie als Design-Assistent der LEA-creative knit in Lima (Peru). 2009 ging er als Sieger des internationalen Wettbewerbs "Weltgewänder – Mode auf Reisen" hervor. Von 2010 bis 2013 war er am Mainfranken Theater Würzburg als Ausstattungsassistent beschäftigt und bei den Produktionen von Die lustige Witwe, Ayana Rabenschwester oder Cyrano de Bergerac für die Kostüme sowie bei Der Heiratsantrag/Der Bär und Ich und die Weltmeere auch für die Bühne verantwortlich. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Kristopher Kempf am Theater Münster fest als Leitender Kostümbildner engagiert, wo er unter anderem für die Produktionen The Black Rider und The Rake’s Progress das Kostümbild gestaltete. Am Mainfranken Theater entwarf Kristopher Kempf in dieser Saison bereits die Kostüme für Sunset Boulevard, Lascia che accada und Josephs-Legende. Ein weiteres aktuelles Projekt ist die Kostümausstattung für die Opernausgrabung von Walter Braunfels Der Traum ein Leben an der Oper Bonn.


Weitere Aufführungen:
15.00 Uhr: 08.06./ 22.06.
19.30 Uhr: 14.06./ 17.06./ 25.06./ 06.07./ 16.07./ 18.07.

Leonhard-Frank-Preis 2014                                                          
Die Jünger Jesu – Lesung aus der Autorenwerkstatt

31. Mai 2014
| 20.00 Uhr | Kammerspiele

Der Frühling 2014 stand ganz im Zeichen der Aktionswoche "Würzburg liest ein Buch". Gegenstand zahlreicher Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte war Leonhard Franks Roman Die Jünger Jesu. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat das Mainfranken Theater Würzburg in diesem Jahr die künstlerische Fragestellung für den Leonhard-Frank-Preis 2014 einmal anders formuliert: Passend zum Spielzeitthema 2014/2015 KRIEG UND FRIEDEN – 100 Jahre Ausbruch des Ersten Weltkriegs und 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – rückt das Theater das Buch Die Jünger Jesu, das im Frühjahr 1945 in Würzburg spielt, in den Mittelpunkt.

In einer Ausschreibung rief das Mainfranken Theater Autorinnen und Autoren auf, aus diesem Roman eine Bühnenfassung zu erarbeiten. Vom 29. bis 31. Mai 2014 richtet das Mainfranken Theater in Zusammenarbeit mit der Leonhard-Frank-Gesellschaft eine Werkstatt für Szenisches Schreiben aus. Mit dem Dramaturg, Essayist und Romancier John von Düffel konnte der erfolgreichste Bearbeiter epischer Stoffe für die Bühne gewonnen werden, der den Autoren im Workshop beratend zur Seite stehen wird. Unter allen Einsendungen wurden drei Teilnehmer ausgewählt: Hannah Fissenebert (Berlin), Christiane Kalss (Berlin) und Ulrike Schäfer (Würzburg).

Die Ergebnisse dieser Autorenarbeit werden am 31. Mai 2014 um 20.00 Uhr in den Kammerspielen im Rahmen der Veranstaltung Die Jünger Jesu - Lesung aus der Autorenwerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt. Mitglieder des Schauspielensembles geben dabei Kostproben aus den entstandenen Texten und John von Düffel diskutiert gemeinsam mit den drei Teilnehmerinnen über die Möglichkeiten diesen Romanstoff bühnentauglich zu machen. Der Eintritt ist frei.

Eine der präsentierten Bearbeitungen wird am 11. Juni 2015 in den Kammerspielen des Mainfranken Theaters Würzburg zur Uraufführung gebracht.

 
Die Beteiligten

Hannah Fissenebert, 1987 in Bielefeld geboren, studierte ab 2007 als Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes Szenische Künste an der Universität Hildesheim und an der Université de Provence Aix-Marseille. Vor und während des Studiums hospitierte sie  unter anderem auf Kampnagel Hamburg, am Schauspielhaus Frankfurt und an der Schaubühne Berlin und spielte in der Performancegruppe SIGNA am Schauspiel Köln. 2012 schloss sie ihr Diplomstudium mit einer Abschlussarbeit über Märcheninszenierungen für Erwachsene ab. Ihre Theaterstücke Made in Kokon und Mädchen in Rüstung wurden zu Gastspielen an das Maxim Gorki Theater Berlin, das Theater im Viertel in Saarbrücken, die Cammerspiele Leipzig, das Stadttheater Konstanz, das Theaterlabor Bielefeld und das Thalia Theater Hamburg - Körber Studio Junge Regie eingeladen. Seit 2012 ist sie als Regieassistentin an der Schaubühne Berlin engagiert und wirkt dort beim Festival Internationaler Neuer Dramatik (FIND) mit.

Christiane Kalss, geboren 1984, wuchs im obersteirischen Liezen auf. Sie studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und Szenisches Schreiben bei uniT in Graz. Christiane Kalss schreibt vorwiegend Theaterstücke und Hörspiele. Mit ihrem Stück Drinnen gewann sie 2009 den Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preis für Dramatik. Im selben Jahr erhielt sie vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ein Dramatikerstipendium sowie im Jahr darauf ein Startstipendium für Literatur. 2010 wurde sie mit dem Wiener Dramatikerstipendium ausgezeichnet. Ihr Stück Hamstersterben wurde 2011 im Theater am Lend in Graz uraufgeführt.

Ulrike Schäfer, geboren 1965 in München, lebt in Würzburg. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Informatik und war Dozentin für deutsche Sprachwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache. Seither arbeitet sie als Softwareberaterin. Ihre Kurzgeschichten und Erzählungen erscheinen seit 2007 in Literatur­zeit­schrif­ten und Anthologien zu literarischen Wettbewerben, daneben veröffentlicht sie journalistische Texte zur Literatur. Für ihre Prosa erhielt sie mehrere Auszeichnungen und Förderungen, darunter den Jurypreis des Irseer Pegasus und den Würth-Literatur­preis der Tübinger Poetik-Dozentur. 2014 schloss sie ihren ersten Erzählband ab, ihre Dramenbearbeitung Ruth nach Leonhard Frank wird Ende des Jahres im theater ensemble Würzburg uraufgeführt. Mit der Autorengruppe liTrio tritt sie regelmäßig in gemeinsamen Programmen auf.

John von Düffel, geboren 1966 in Göttingen, ist in Nordirland, South Dakota und in  Deutschland aufgewachsen. Er studierte Philosophie, Germanistik und Volkswirtschaft in Stirling/Schottland und Freiburg im Breisgau. 1989 promovierte er über Erkenntnistheorie. Von 2000 bis 2009 arbeitete er als Schauspieldramaturg am Thalia Theater Hamburg und wechselte danach ans Deutsche Theater Berlin. Nach zahlreichen Lehrtätigkeiten in Leipzig, Hildesheim, Bamberg, Duisburg-Essen und Göttingen ist er seit 2010 Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Er veröffentlichte zahlreiche Hörspiele und Theaterstücke, von denen zwei für die Mühlheimer Theatertage nominiert und beim Berliner Theatertreffen vorgestellt wurden. Als Romancier und Essayist legte von Düffel rund 20 Veröffentlichungen vor. Sein Debütroman Vom Wasser wurde mit dem Ernst-Willner-Preis in Klagenfurt, den Jürgen-Ponto-Preis, den Mara-Cassens-Preis des Literaturhauses Hamburg und den aspekte-Literaturpreis ausgezeichnet. 2005 erhielt er für seinen Roman Houwelandt den Preis "Das neue Buch". Zuletzt gewann von Düffel den Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsens.

Zum Mainfanken Theater Würzburg geht es hier.

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