07.12.2013

von B° DP

(Quelle: Mainfranken Theater Würzburg)

MFT aktuell

Am 12. und 13. Dezember 2013 stehen Kompositionen von Carl August Nielsen, Riccardo Zandonai und Johannes Brahms auf dem Programm.

Mainfranken Theater

Die Lektüre der Metamorphosen hat eindeutig Einfluss auf Carl August Nielsen genommen:

Ovids Schilderungen über das stürmische Werben des Pans um die schöne, aber scheue Nymphe Syrinx regten den dänischen Komponisten dazu an, jene Geschichte zu einer symphonischen Dichtung umzuarbeiten.

Die Tonsprache des italienischen Komponisten Riccardo Zandonai ähnelt in den stilistischen Zügen denen Carl August Nielsen, jedoch zeigt seine Tonsprache auch ebenso die starke Beeinflussung durch Richard Strauss, Giuseppe Verdi und Giacomo Puccini. Sein Konzertstück für Soloflöte, Harfe und Streichorchester bringt zum Ausdruck, welch große poetische Kraft das Instrument Flöte besitzt – ganz so wie bei Carl August Nielsens Flötenkonzert. Als Solist des Konzertabends ist Karl-Heinz Schütz zu erleben.

Johannes Brahms’ zweite Sinfonie überträgt mit ihrem lyrischen Charakter – ganz im Sinne der Pastorale – ein Bild von ländlicher Idylle und einer gelösten und von liedhafter Melodik durchströmten Stimmung.


3. SINFONIEKONZERT PASTORALE
12./13. November 2013 | 20.00 Uhr | Konzertsaal der Hochschule für Musik Würzburg
Einführung 19.30 Uhr


Carl August Nielsen Pan und Syrinx op. 49
Riccardo Zandonai Il flauto notturno
Carl August Nielsen Flötenkonzert
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 2 in D-Dur op. 73

Flöte: Karl-Heinz Schütz
Dirigent: Enrico Calesso

Philharmonisches Orchester Würzburg


Kartenbestellungen
werden telefonisch unter 0931/3908-124 oder per E-Mail an karten(at)theaterwuerzburg.de entgegen genommen.

BIOGRAFIEN

Der österreichische Flötist Karl-Heinz Schütz wurde 1975 in Innsbruck geboren und wuchs in Landeck, Tirol auf. Er ist seit 1. Dezember 2011 als Soloflötist der Wiener Staatsoper engagiert und wirkt somit auch in den Konzerten der Wiener Philharmoniker als Soloflötist mit. Davor war er von 2005 an Soloflötist der Wiener Symphoniker. Er unterrichtet am Konservatorium Wien Privatuniversität das zentrale künstlerische Hauptfach Flöte. Sein Studium absolvierte er bei Eva Amsler am Vorarlberger Landeskonservatorium, wo er auch das Musikgymnasium besuchte. Wichtige Impulse erhielt er bei Aurèle Nicolet in Basel. Seine Studien führten ihn insbesondere in die Klasse von Philippe Bernold am CNSM de Lyon (Conservatoire national supérieur de musique de Lyon), wo er sich außerdem in der Kammermusikklasse von Jean-Lois Cappezzali perfektionierte. Beide Studien schloss er im Jahr 2000 mit einstimmiger Auszeichnung der Jury ab. Von 2000 bis 2004 war Karl-Heinz Schütz Soloflötist der Stuttgarter Philharmoniker und unterrichtete von 2001 bis 2004 das künstlerische Hauptfach Flöte am Vorarlberger Landeskonservatorium. Internationale Anerkennung brachten ihm schon zur Zeit seines Studiums die ersten Preise von zwei internationalen Wettbewerben ein: Carl Nielsen 1998 und Krakau 1999. Sein Repertoire reicht von Barock bis zur Avantgarde. Als Solist und Kammermusiker folgte Karl-Heinz Schütz Einladungen zu Festivals und Konzerten in zahlreiche Länder Europas, sowie nach Asien, Nord- und Südamerika und musizierte bei so renommierten Festivals, wie den Salzburger- und den Bregenzer Festspielen, Rheingau Musikfestival, Young Praha, France Musique de Montpellier, Europäisches Flötenfest, uva. Wichtigste Flötenkonzerte mit Orchestern wie den Wiener Symphonikern, dem Wiener Concertverein, den Classical Players Vienna, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Odense Symphony, der Camerata XXI, der Capella Cracoviensis und dem Symphony Orchestra de Barcelona y Catalunya zu spielen gehören zu den Höhepunkte seiner bisherigen Konzerttätigkeit. Zudem führte ihn zahlreiche Gastengagements zu renommierten Orchestern wie den Sinfonieorchestern des Norddeutschen, Westdeutschen und Hessischen Rundfunks, zum Orchestre de la Suisse Romande zum Orchester der Opéra de Lyon sowie zum Orchester der Bayreuther Festspiele.  Von 2010 bis 2012 war er Faculty-Member beim Pacific music Festival in Sapporo. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Lorin Maazel, Fabio Luisi, Georges Pretre, Pierre Boulez, Yakov Kreizberg, Dimitrij Kitajenko, Vladimir Jurowski, Kent Nagano, Jukka-Pekka Saraste, Raphael Frühbeck de Burgos, Yuri Simeonov, Vladimir Fedosejev; Ton Koopman, Trevor Pinnock und Wolfgang Sawallisch prägten und prägen seine musikalische Persönlichkeit bis heute. Karl-Heinz Schütz engagiert sich in den verschiedensten Formationen und Ensembles, seit Juni 2013 insbesondere im ENSEMBLE WIENBERLIN als Nachfolger von Wolfgang Schulz, im DOREMIS-Ensemble-Wien, im Duo mit Jung-Jae Moon bzw. Eliko Akahori (Klavier), sowie in verschiedenen philharmonischen Kammermusik-Formationen. Zudem unterrichtet er regelmäßig im In- und Ausland auf internationalen Meisterkursen und betreut seit 2009 die künstlerischen Inhalte der Landecker Festwochen HORIZONTE.

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Professor Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2005 besuchte er die Dirigierklasse von Professor Uroš Lajovic an der Universität Wien und absolvierte das Studium mit Auszeichnung. Bereits während seiner Ausbildung wirkte er bei verschiedenen Opernproduktionen als musikalischer Assistent mit, unter anderem bei den Bregenzer Festspielen und den Wiener Festwochen. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg bei Wien und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er hier zum Generalmusikdirektor ernannt. Enrico Calesso dirigierte unter anderem die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, das Berner Symphonieorchester, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, die Nordwestdeutsche Philarmonie, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Filarmonia Veneta Malipiero sowie das Philharmonische Orchester Rzeszów. Daneben dirigierte er bei den Bregenzer Festspielen 2011 und 2012 mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos Andrea Chénier. In dieser Spielzeit zeichnet er verantwortlich für die musikalische Leitung der Produktionen Lohengrin, Salome, Dornröschen und The Rake’s Progress. Beim vierten Sinfoniekonzert, dem Frühlingskonzert und den Konzerten im Rahmen des Mozartfestes Würzburg ist er zudem am Pult des Philharmonischen Orchesters Würzburg zu erleben.

Zum Mainfanken Theater Würzburg geht es hier.

Passend zum Thema

Verschenken Sie vier unvergessliche Theaterabende im Großen Haus.

Fassung von Molières Komödie von Stephan Suschke nach der Übersetzung von Wolf Heinrich Graf von Baudissin am Mainfranken Theater Würzburg

Ballett nach der gleichnamigen Tragischen Komödie von Friedrich Dürrenmatt am 05. Oktober um 20 Uhr in den Kammerspielen.

Mehr aus der Rubrik

"Wo bitte geht's zum Leben – eine kabarettistisch-philosophische Spurensuche". Premiere am 9. Dezember 2016 im Theater Bockshorn in Würzburg

Das neue Live-Programm von Harry G. Am 8.12.2016 - 20 Uhr ist Harry G. auch im CCW in Würzburg zu Gast!

Live Tournee 2017/2018 "Turbo". Am 7.12.2017, Würzburg – Posthalle, 20 Uhr

Teilen: