24.09.2014

von B° MS

(Quelle: Mainfranken Theater Würzburg)

MFT aktuell

Aktuelle Bühnenstücke und Fotos vom Theaterfest am 20. September am Mainfranken Theater Würzburg

Mainfranken Theater; für Fotos vom Theaterfest klicken Sie bitte rechts ins Bild

Das Theaterfest lockte am 20. September wieder zahlreiche Besucher in s Mainfranken Theater. Besonders die Führung durchs "Labyrinth" war begehrt, konnte man doch einerseits einen Blick hinter die Kulissen werfen, wurde andererseits von Theaterszenen, Musik- und Ballettvorführungen überrascht und hatte dabei jede Menge Spaß.

Hier eine Vorschau auf aktuelle Bühnenstücke im Mainfranken Theater:


JUNGES THEATER
Paula Fünfeck
PARA DOX, DER ZAHLENZÜCKER
Für alle ab sieben Jahren

WA-Premiere: 28. September 2014 | 15.00 Uhr | Kammerspiele

ZWEI FABULÖSE SCHÖPFUNGSMEISTER EROBERN SICH DIE BÜHNE ZURÜCK

Das lange Warten hat ein Ende: Nach der Sommerpause des Mainfranken Theaters meldet sich das Junge Theater mit dem fantastisch-mathematisch Stück Para Dox, der Zahlenzücker von Paula Fünfeck zurück und lädt erneut Mathebegeisterte und Zahlenmuffel ab sieben Jahren dazu ein, tiefer in die Welt der Mathematik einzutauchen und die Magie der Zahlen zu spüren. Am 28. September um 15.00 Uhr feiert dieses äußerst unterhaltsame Theaterstück in den Kammerspielen seine Wiederaufnahme-Premiere.

Mathematik ist ein Teil von allem, was uns umgibt. Folglich kann es keine Welt geben, die ohne Mathematik auskommt. Doch wer noch nie etwas von "Matte mal Trick" gehört hat, der kann das nicht wissen. Die beiden gegensätzlichen Schöpfungsmeister Poudèl und Twart gehören zu diesen Ahnungslosen. Begriffe wie Geometrie und Dezimalsysteme sind ihnen vollkommen fremd. Dafür sind beide wahre Meister im Erschaffen von neuen Welten – und das jeder auf seine Art und Weise. Und genau das ist das Problem beim gemeinsamen Weltschöpfungsversuch. Poudél, fantastisch und grenzenlos, malt und kleckert über alle Ränder: "Und da sollen wir doch was Schönes machen. So was wie Vogelgezwitscher für die Augen". Damit kann sich Twart, mit seinem Hang zur Symmetrie, so gar nicht anfreunden: "Das geht so nicht! Das geht ganz und gar nicht! Das sieht ja aus wie aus der Biotonne gefischt! Wo bleibt die klare Linie?" Ein Streit ist vorprogrammiert. Doch da taucht plötzlich Piter Para van Dox auf, der nur allzu bereit dazu ist, sein Wissen über den Goldenen Schnitt und geometrische Berechnungen mit den beiden Streithähnen zu teilen. Und so entdecken die beiden Mathemuffel, wie viel Freude es macht mithilfe von Spiralen und Rechtecken eine Welt zu erschaffen und entwickeln sich zu wahren Mathefreunden.
 
Para Dox, der Zahlenzücker steht bis Anfang November auf dem Spielplan des Mainfranken Theaters und ist ein herrlich klug-lustig-fantastisch-mathematisierendes Stück, das Freude an Zahlen und Mathematik weckt und spielerisch die Angst vor der grauen Theorie nimmt. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 0931/ 3908-124 oder per E-Mail an karten@theaterwuerzburg.de möglich

TEAM
Inszenierung und Video: Antonio Lallo
Bühne: Elvira Ulmer
Kostüme: Veronica Silva-Klug
Musikalische Einstudierung: Alexis Agrafiotis
Dramaturgie: Nele Neitzke

MIT
POUDÈL, Schöpfungsmeistergenie: Marianne Kittel
TWART, Schöpfungsmeistergenie: Georg Zeies
PITER PARA VAN DOX, Zahlenzücker: Claudia Kraus

BIOGRAFIEN

Antonio Lallo
Der 1973 in Böblingen (Baden-Württemberg) geborene Sohn italienischer Eltern gründete bereits während seiner Studienzeit in seinem Heimatort die Bühne Holzgerlingen und realisierte unter anderem von 1990 bis 1993 drei Einakter von Anton Tschechow. Nach seinem Schauspielstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Stuttgart führte ihn seine Laufbahn unter anderem an das Staatstheater Stuttgart, Theater Koblenz, Theater Gießen, Staatstheater Mainz, Theater Oberhausen, Theater Ulm, die Burgfestspiele Bad Vilbel und das Staatstheater Darmstadt, wo er als Schauspieler und Regisseur engagiert war. In den vergangenen zehn Jahren brachte er neben verschiedenen Dramen William Shakespeares (darunter Romeo und Julia sowie Ein Sommernachtstraum) vor allem auch zahlreiche Kinderstücke auf die Bühne. Am Theater Ulm und an der Schwabenbühne Illertissen führte er zudem jahrelang gemeinsam mit Jugendlichen erfolgreich diverse Theaterstücke auf. Seit zwei Jahren arbeitet er auch als Filmemacher und hat neben vielen Kurzfilmen nun auch seinen ersten 90minütigen Dokumentarfilm in seiner Heimatstadt Holzgerlingen produziert. Am Mainfranken Theater feiert er mit Para Dox, der Zahlenzücker sein Regiedebüt.

1977 im kirgisisches Tokmak geboren und in Erbach und Ulm aufgewachsen, begann Elvira Ulmer nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung in Grafikdesign an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Ulm und wechselte bald darauf an die Technische Universität Berlin, um dort Architektur zu studieren. In diesem Zusammenhang verbrachte sie ein Jahr an der London Metropolitan University. Nach ersten praktischen Erfahrungen in einem Architekturbüro sowie im Bereich Bauunternehmung fand sie über Entwürfe von szenischen Räumen und Bühnenbildern zum Theater. Ihr Studium schloss sie 2012 mit einem Entwurf zu Kathrin Rögglas worst case ab. Als Ausstattungs- und Produktionsassistentin im Bereich Bühnenbild war Elvira Ulmer seit der Spielzeit 2012/2013 am Mainfranken Theater tätig. Der Bus von Lukas Bärfuss (Regie Ramin Anaraki) war die erste Produktion in der aktuellen Spielzeit, bei der sie das Bühnenbild eigenverantwortlich gestaltet hat.

Die 1989 in Andalusien geborene Veronica Silva-Klug studierte in Sevilla Modedesign und Management am Centro Andaluz de Estudios Empresariales. Zeitgleich absolvierte sie eine Lehre zur Schneiderin. Während diverser Hospitanzen und Assistenzen am Berliner Ensemble, am Admiralspalast Berlin und bei einer freien Filmproduktion sammelte sie erste praktische Erfahrungen im Bereich Kostümbild. Dabei arbeitete sie unter anderem mit Regisseuren wie Claus Peymann und Katharina Thalbach sowie mit Kostümbildnern wie Angelika Rieck und Falk Bauer zusammen. Seit Beginn der Spielzeit 2013/2014 arbeitet Veronica Silva Klug als Produktions- und Kostümbildassistentin am Mainfranken Theater Würzburg.

Vorstellungen:
11.10. 11.00 Uhr / 28.09. 15.00 Uhr / 5.10. 15.00 Uhr / 7.11. 18.00 Uhr    


MUSIKTHEATER
Giacomo Puccini
MADAMA BUTTERFLY
Japanische Tragödie in zwei Akten
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Schauspiel von David Belasco und der Novelle von John Luther Long Kritische Neuausgabe von Ino Turturo und Michael Mautner
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere: 28. September 2014 | 19.30 Uhr | Großes Haus

Das Mainfranken Theater Würzburg eröffnet am Sonntag, 28. September 2014, im Musiktheater mit einer der schönsten Geschichten der Opernwelt: Giacomo Puccinis Madama Butterfly. Der Komponist selbst bezeichnete die 1904 uraufgeführte Oper als seine liebste und beste. Die Geschichte siedelte er in einem Land im fernen Osten an: Jahrhunderte lang hat man sich hier abgeschottet gegen die Einflüsse westlicher Kulturen und vor dem Eifer christlicher Missionare. Doch irgendwann war diese selbstauferlegte Isolation nicht mehr aufrecht zu erhalten und so kamen mehr und mehr Fremde in das Land.

Von diesem Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Kulturen erzählt Giacomo Puccinis Madama Butterfly. Was wie ein Spiel zwischen der japanischen Geisha Cio-Cio-San und dem amerikanischen Marineleutnant Pinkerton beginnt, wird schließlich bitterer Ernst, denn Cio-Cio-San hält bis zur letzten Konsequenz an ihrer Liebe zu Pinkerton fest, obwohl dieser sich in seiner Heimat längst eine neue Frau gesucht hat.

Diesen "Clash of Cultures" bringen zwei international agierende Künstler auf die Bühne im Mainfranken Theater: Zum ersten Mal inszeniert in Würzburg die gefeierte Regisseurin und Choreografin Arila Siegert. An ihrer Seite ist der renommierte Architekt, Buchautor und Bühnenbildner Hans Dieter Schaal. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Enrico Calesso. Der Kostümdirektor Götz Lanzelot Fischer komplettiert das Kreativteam und gestaltet Gewänder, die den Originalen dieser Zeit nachempfunden sind.

Die Sopranistin Karen Leiber schlüpft in die Rolle der Geisha Cio-Cio-San. Als schneidiger Marineoffiziert Pinkerton ist der junge Tenor Bruno Ribeiro zu erleben. Er ist auf internationalen Bühnen ein gern gesehener Gast. Für Madama Butterfly ist es gelungen, den jungen Portugiesen zum ersten Mal nach Würzburg zu holen.

TEAM
Musikalische Leitung: Enrico Calesso
Inszenierung: Arila Siegert
Bühne: Hans Dieter Schaal
Kostüme: Götz Lanzelot Fischer
Licht: Roger Vanoni
Choreinstudierung: Michael Clark
Dramaturgie: Christoph Blitt

MIT
Madama Butterfly (Cio-Cio-San): Karen Leiber
Suzuki, Dienerin der Cio-Cio-San: Sonja Koppelhuber
F. B. Pinkerton, Leutnant der Marine der USA: Bruno Ribeiro
Sharpless, Konsul der Vereinigten Staaten in Nagasaki: Daniel Fiolka
Goro, Heiratsvermittler: Joshua Whitener
Kate Pinkerton: Barbara Schöller
Yakusidè: Taiyu Uchiyama
Der Onkel Bonzo: Hyeong-Joon Ha
Der Fürst Yamadori: Deuk-Young Lee
Der kaiserliche Kommissar: Chul Hwan Yun
Der Standesbeamte: Ivan Dantschev
Die Mutter von Cio-Cio-San: Gundula Horn-Bayh
Die Tante von Cio-Cio-San: Hiroe Ito
Die Kusine von Cio-Cio-San: Sua Baek
Das Kind: Bastian Bank / David Siebert
Dolore, Sohn der Cio-Cio-San: Viola Amoneit / Mila Michel

Opernchor und Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg
Philharmonisches Orchester Würzburg

BIOGRAFIEN

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Anschließend besuchte er die Dirigierklasse von Uroš Lajovic an der Universität Wien. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er dort zum Generalmusikdirektor ernannt. Enrico Calesso dirigierte unter anderem die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, die Filarmonia Veneta Malipiero, das Philharmonische Orchester Rzeszów sowie die Sinfonietta Baden. Daneben dirigierte er bei den Bregenzer Festspielen mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos Andrea Chénier und am Theater Bern von Giuseppe Verdis Macbeth.

Arila Siegert kommt vom Ausdruckstanz. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Gret Palucca in Dresden. Ihr erstes Engagement bekam sie 1971 in Berlin am Tanztheater der Komischen Oper. 1979 ging sie als Solistin an die Staatsoper Dresden. 1987 gründete sie am Dresdner Staatsschauspiel ihr erstes Tanztheater, später leitete sie die Tanzsparte am Anhaltischen Theater Dessau. Soloabende mit eigenen Choreografien führten sie um die ganze Welt. Abendfüllende Ballette entstanden in Berlin, Leipzig, Köln und Wien. Sie arbeitete zusammen mit Ruth Berghaus und Peter Konwitschny und leitete die Bauhausbühne Dessau. Ihre erste Opernregie war Verdis Macbeth in Ulm 1998. Seitdem entstanden über vierzig weitere Inszenierungen. 2014 gab sie mit der Zauberflöte in Florida ihr Regiedebüt in den USA. Arila Siegert erhielt den Tanzpreis der Kritiker sowie das Bundesverdienstkreuz und ist Mitglied der Akademien der Künste in Berlin und Dresden. Madama Butterfly ist ihre erste Arbeit am Mainfranken Theater Würzburg.

Hans Dieter Schaal studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Tübingen und München, ab 1965 Architektur in Hannover. 1970 schloss er mit dem Diplom in Stuttgart ab. Seitdem ist er freischaffend tätig. 1981 war er Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Sein Büro und Atelier in Attenweiler betreibt er seit 1982. Schaal ist vor allem in den Bereichen Ausstellungsgestaltung, Bühnenbild und Landschaftsarchitektur tätig und verbindet diese Disziplinen miteinander. Als Bühnenbildner wurde er durch die Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus, der Kostümbildnerin Marie-Luise Strandt und der Dramaturgin Sigrid Neef bekannt. Seine erste Arbeit für die Regisseurin war 1983 das Bühnenbild zur Oper Die Trojaner in Frankfurt. Bis 1993 entstanden in Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus insgesamt zehn Operninszenierungen. Seither hat er an vielen internationalen Bühnen mit bekannten Regisseuren gearbeitet. Außerdem hat Schaal die Räume zahlreicher bekannter Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten gestaltet. 2011 erhielt er den Oberschwäbischen Kunstpreis. Daneben veröffentlichte Hans Dieter Schaal zahlreiche Bücher.

Diplom-Designer Götz Lanzelot Fischer war bereits bei über 200 Produktionen für die Ausstattung verantwortlich. Nach seinem ersten Engagement am Landestheater Coburg waren etwa Augsburg, Chemnitz, Halle, Heidelberg, Karlsruhe, Leipzig, München (Prinzregententheater und Staatstheater am Gärtnerplatz), Stralsund und Stockholm sowie diverse Festspielproduktionen weitere Stationen auf seinem Weg. Dabei arbeitete er mit Regisseuren wie Ulrich Peters, Willy Decker und Roland Velte zusammen. Auch bei Sendern wie ZDF, RTL und SAT.1 schätzt man seine für verschiedene Fernsehshows entworfenen Kostüme. In Würzburg arbeitete Götz Lanzelot Fischer seit 1988 immer wieder als Gast. 2004 wurde er hier schließlich zum Kostümdirektor und Ersten Kostümbildner berufen. Daneben arbeitete er in letzter Zeit auch für das Staatstheater am Gärtnerplatz in München, das Opernhaus Halle und die Finnische Nationaloper Helsinki.

Vorstellungen:
15.00 Uhr: 19.10./ 09.11.
19.30 Uhr: 28.09./ 10.10./ 25.10./ 05.11./ 21.11./ 25.11./ 17.12./ 26.12./ 04.01./ 08.01./ 18.01./ 14.02.

SCHAUSPIEL
Lothar Trolle
K.O. NACH ZWÖLF RUNDEN (Stunde der Boxer)
Mainfranken Theater | Großes Haus

AUFTRAGSWERK  K.O. NACH ZWÖLF RUNDEN GEHT IN DIE NÄCHSTE RUNDE

Mit K.o. nach zwölf Runden (Stunde der Boxer) von Lothar Trolle präsentierte das Schauspiel in der letzten Spielzeit ein Bühnenwerk, das sein Publikum zu einer höchst facettenreichen Exkursion durch die Geschichte des Boxsportes entführte. Am 21. September feiert dieses Boxerstück nun seine Wiederaufnahme-Premiere im Großen Haus. Um 19.00 Uhr, 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, findet im Oberen Foyer eine Einführung zu dem Schauspiel statt. 

Bei dem collagenhaft-lyrischen Bühnenwerk K.o. nach zwölf Runden werden entscheidende Momente aus dem Leben bedeutender Box-Größen einander gegenübergestellt. Momente, die sich überwiegend im Ring abgespielt haben. Momente, die verdeutlichen, dass der Ring ein Ort der Triumphe und Tragödien ist. Dass es oft Bruchteile von Sekunden sind, die über das Ende eines Kampfes entscheiden; dass ein kleiner Fehler, eine kurze Unachtsamkeit das vorzeitige Aus bedeuten kann; dass der entscheidende Treffer zum richtigen Zeitpunkt zum überraschenden Sieg führt. Momente, die erkennen lassen, dass die Geschichte des Boxens eine Geschichte über Sieg und Niederlage, über Ruhm und über sehr viel Geld ist.

Lothar Trolle legte bei seiner dramatischen Bearbeitung eines eher bühnen-ungewöhnlichen Themas den Fokus darauf, biographische Schilderungen über persönliche Schicksalsschläge und detaillierte Erzählungen über legendäre Kämpfe von bekannten Box-Ikonen wie beispielsweise Graciano Rocchigiani, Arthur Abrahams, Susianna Kentikian, Benny Paret oder Joe Louis – auch bekannt als der Mann aus Alabama – miteinander zu vermischen und zu veranschaulichen, wie unsere Gesellschaft Helden aufbaut und wieder demontiert.

K.o. nach zwölf Runden (Stunde der Boxer) ist ein literarisches Kunstwerk, das als überaus unterhaltsame theatrale Studie über die Faszination am Boxsport zu verstehen ist.

Kartenreservierungen sind telefonisch unter 0931/ 3908-124 oder per E-Mail an karten@theaterwuerzburg.de möglich.

TEAM

Inszenierung: Sascha Bunge
Bühne und Kostüme: Constanze Fischbeck
Dramaturgie: Roland Marzinowski
Regieassistenz: Jennifer Bischoff
Abendspielleitung: Tim stefaniak
Bühnenbildassistenz: Elvira Ulmer
Kostümbildassistenz: Veronica Silva-Klug
Soufflage: Petra-Felicitas Vormwald
Inspizienz: Michael Gade

Mit:
Robin Bohn
Maria Brendel
Petra Hartung
Alexander Hetterle
Sven Mattke
Kai Christian Moritz
Theresa Palfi
Timo Ben Schöfer

Bürgerchor Würzburg

Komparserie des Mainfranken Theaters Würzburg
In Kooperation mit Sugambrer-Fightclub e. V.

BIOGRAFIEN

Sascha Bunge wurde 1969 in Brandenburg/Havel geboren. Der Sohn des Theaterregisseurs Wolf Bunge (Gründer der Freien Kammerspiele Magdeburg) ist in Ostberlin aufgewachsen. Sein Großvater ist der Dramaturg Hans Bunge, der am Berliner Ensemble und am Deutschen Theater Berlin arbeitete. Nach dem Abitur 1988 war Bunge unter anderem Regieassistent am Volkstheater Rostock. Er studierte Theaterwissenschaften/Kulturelle Kommunikation und Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Während dieser Zeit übernahm er die Leitung des Hoftheaters Prenzlauer Berg in Berlin und arbeitete von 1994 bis 1996 als Künstlerischer Leiter des projekttheaters sowie als Produktionsleiter und Dramaturg für die Tanzbühne und das Festspielhaus Hellerau in Dresden. Nach Beendigung seines Studiums 1996 war er als freier Regisseur, Produzent, Produktionsleiter und Autor tätig, vornehmlich für den Abendspielplan. Seit 2005 ist er Oberspielleiter und stellvertretender Intendant am Theater an der Parkaue - Junges Staatstheater Berlin.

Die gebürtige Berlinerin Constanze Fischbeck studierte Bühnenbild an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Sie entwirft Bühnenräume und Kostüme für Schauspiel, Performance und Musiktheater und beschäftigt sich daneben mit Videoarbeiten. 2008 entstand die 7 Kanal Raum/Videoinstallation Benzin - eine Rekonstruktion von Tauschsystemen in Lagos für das Haus der Kulturen der Welt in Berlin, 2010 die Filminstallation Class Society und 2012 das Dokumentartheater Making of History (mit Daniel Kötter und Hans-Werner Kroesinger) für das Maxim Gorki Theater Berlin. Neben ihrer Praxis als Bühnenbildnerin arbeitet sie seit 2009, zusammen mit Daniel Kötter, an dem internationalen Kunstprojekt state-theatre, das eine filmische Auseinandersetzung über den Ort des Performativen darstellt. Aktuell beschäftigen sich Constanze Fischbeck und Daniel Kötter an mehreren Formaten, die die Recherchen der Serie state-theatre zusammenfassend präsentieren und auf die jeweiligen Orte bezogen, weiterführen: state-theatre / translokal #1, FFT Düsseldorf (Mai 2014), Salt Istanbul (Juni 2014) und Architekturbiennale Venedig (November 2014).

Mit dem Regisseur Sascha Bunge verbindet sie eine lange Arbeitsbeziehung mit gemeinsamen Theaterarbeiten für die Kammerspiele Magdeburg, Schauspiel Leipzig, Thalia Theater Halle, Theater Aachen, Staatstheater Oldenburg und dem Theater an der Parkaue in Berlin. Mit K.o. nach zwölf Runden (Stunde der Boxer) übernahm Constanze Fischbeck zum ersten Mal eine Ausstattungsarbeit am Mainfranken Theater.

Stefan Faupel ist Theatermusiker und Schauspieler. Geboren wurde er 1977 in Wuppertal, 1997 machte er das Abitur in Ennepetal. Bis 2001 studierte er Germanistik, Amerikanistik und Anglistik in Bochum, danach von 2001 bis 2002 Philosophie und Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen. Er war Ensemblemitglied an den Stadttheatern Gießen und Pforzheim sowie am Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin. Faupel komponierte Bühnenmusik für Inszenierungen an den Stadttheatern Gießen, Pforzheim, dem Theater an der Parkaue Berlin, für das Internationale Jugendtheaterfestival Szene Bunte Wähne 2012, das Stadttheater Konstanz, das Theater Erlangen, sowie das Grips Theater in Berlin.

Vorstellungen: 01.10./ 05.10./ 11.10./ 14.10./ 24.10./ 07.11., jeweils 19.30 Uhr

Zum Mainfanken Theater Würzburg geht es hier.

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