06.10.2014

von B° MS

(Quelle: Mainfranken Theater Würzburg)

MFT aktuell

Freier Eintritt für Erstsemester am Mainfranken Theater Würzburg / Theaterkarten-Mensaverkauf / Junger Klassiker und 1. Kammerkonzert

Mainfranken Theater

FREIER EINTRITT FÜR ERSTSEMESTER
VOM 6. OKTOBER 2014 BIS 31. JANUAR 2014

Die "Erstis"- Aktion, die sich bereits in den vergangenen Sommer- und Wintersemestern großer Beliebtheit erfreute, geht in die nächste Runde: Auch in der Spielzeit 2014/2015 heißt das Mainfranken Theater Würzburg Studienanfänger herzlich willkommen und lädt zu einem kostenlosen Theaterbesuch ein: Bis zum 31. Januar 2014 erhalten Erstsemester eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn gegen Vorlage des gültigen Studentenausweises und Immatrikulationsbescheinigung Restkarten gratis.

Ein breitgefächertes Programm erwartet die Studierenden im Würzburger Dreispartenhaus – eine Auswahl sei hier kurz vorgestellt: Auf der Bühne des Großen Hauses zeigt das Musiktheater unter anderem Igor Strawinskys Oper The Rakes Progress, Johann Strauss’ Operette Der Zigeunerbaron und Georges Bizets Oper Carmen. Zu der Musik von Peter Tschaikowski  tanzt das Ballettensemble und holt die Geschichte von Dornröschen wie bereits in der vergangenen Spielzeit in die heutige Zeit. Das Schauspiel präsentiert neben Lothar Trolles K.o. nach zwölf Runden und Gerhart Hauptmanns Die Ratten auch Ernst Jüngers Sturm und Rebekka Kricheldorfs Villa Dolorosa. Und auch der Konzertbereich hat in dem "Theater für nix"- Zeitraum wieder einiges zu bieten: Die Programmvielfalt reicht von Sinfonie-, über Sonder- bis zu Kammerkonzerten. Eine detaillierte Terminübersicht über alle Produktionen, die bis Ende Januar auf dem Spielplan stehen, ist online unter www.theaterwuerburg.de/spielplan einsehbar.

Aber auch für ältere Semester lohnt sich ein Blick in den Theaterspielplan: Denn mit der "Last Minute"- Karte können Studierende und Auszubildende an der Abendkasse, 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Restkarten bereits ab 9,00 Euro erwerben.


Theaterkarten in der Mensa

8. und 29. Oktober 2014 | 12.30 bis 14.00 Uhr | Hubland-Mensa
5. und 19. November 2014 | 12.30 bis 14.00 Uhr | Stadtmensa

Nicht nur die Speisekarten, sondern auch die Spielpläne des Mainfranken Theaters haben Hochschulgänger während ihres Mensabesuches in der Vergangenheit studiert. Der Grund: Das Dreispartenhaus hatte von November 2013 bis Juli 2014 an den beiden Unimensen während der Mittagszeit einen Theaterstand aufgebaut und für Studierende an diesen Standorten Tickets zum Sonderpreis von 6,00 Euro angeboten.

Nun geht die Mensaaktion in die nächste Runde: In den kommenden Monaten werden wieder zu ausgewählten Terminen Theatermitarbeiter die Mensa am Hubland und in der Stadt aufsuchen und immer in der Zeit von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr die attraktiven Angebote zu den laufenden Vorstellungen im Musiktheater, Schauspiel, Ballett und Konzertbereich vorstellen. Zu finden ist der Informations- und Verkaufsstand im Oktober zunächst in der Mensa am Hubland (08. und 29.10.2014). Die Stadtmensa kann auf Grund von Baumaßnahmen erst ab November wieder genutzt werden. Dann gibt es jedoch gleich zwei Termine (05. und 19.11.2014) in Folge, an denen das Theaterteam dort anzutreffen ist.

JUNGER KLASSIKER – FAUST SHORT CUTS
Johann Wolfgang von Goethe

Premiere: 9. Oktober 2014 | 20.00 Uhr | Mainfranken Theater Würzburg, Kammerspiele

Auf der Bühne der Kammerspiele ist erneut ein Bühnenklassiker in einer komprimierten Form zu erleben. Am 09. Oktober feiert Junger Klassiker – Faust Short Cuts in einer Inszenierung von Nele Neitzke Premiere. Vorstellungsbeginn ist um 20.00 Uhr.

Aus der Feder des berühmten Nationaldichters Johann Wolfgang von Goethe stammen mehrere bedeutsame Dramen. Das Bühnenwerk, das zu den Meistzitiertesten der deutschen Literaturgeschichte gehört, ist seine 1808 erschienene Tragödie Faust. Kaum eine Epoche, in der das Schauspiel nicht regelmäßig auf den Spielplänen der deutschen Theater zu finden war. Regisseurin Nele Neitzke setzt bei ihrer Bearbeitung des faustischen Stoffes genau hier an und verwandelt diese klassische Tragödie zu einem turbulenten Ein-Mann-Stück um, das dem Publikum gleichzeitig Einblicke in den Theaterbetrieb gewährt.

Ein Haus wie das Mainfranken Theater und keine Inszenierung von Faust auf dem Spielplan? Eigentlich ein Skandal. Das findet zumindest Kurt. Als ehemaliger Statistenführer des Schlosstheaters Celle verbindet er seine ganz eigene Geschichte mit Goethes großem Menschheitsdrama um den greisen Wissenschaftler Heinrich Faust, der aus Sehnsucht nach Glück und Erfüllung einen Pakt mit dem Teufel eingeht und ein unschuldiges Mädchen dabei ins Verderben stürzt. Kurzerhand beschließt Kurt, in den Würzburger Kammerspielen zu kampieren, bis Intendant Hermann Schneider seinen Protest erhört und seiner Forderung nach einer Inszenierung Folge leistet. Aber natürlich ist ihm klar, dass in dieser vertrackten Situation Querulantentum allein nicht genügen kann. Deswegen setzt er auf klassische Überzeugungsarbeit und spielt seine ganz persönlichen Höhepunkte aus dem Theaterstück nach. Für einen Mann wie Kurt ist das kein Problem. Schließlich kennt er die Celler Inszenierung nach wie vor in- und auswendig, ist absolut textsicher und hat diverse Anekdoten aus seinem reichhaltigen Bühnenleben parat, die Goethes Tragödie in (fast) nichts nachstehen. Weitere Mitstreiter, die eigens in die Rollen von Mephisto oder Gretchen schlüpfen müssten, sind da völlig überflüssig. Kurt ist auf niemanden angewiesen. Er hat alles im Griff – und erzählt mit einer riesigen Portion Enthusiasmus und Leidenschaft.

Nach der erfolgreichen Inszenierung Junger Klassiker – Nibelungen Short Cuts in der letzten Spielzeit, wagt sich Nele Neitzke nun erneut an einen weiteren Stoff der Weltliteratur, den sie auf rund 70 min Spielzeit kürzt. Wie auch bei der letzten Kammerproduktion wird sie dabei von Elvira Ulmer (Bühne) und Veronika Silva-Klug (Kostüme) unterstützt.

TEAM
Inszenierung: Nele Neitzke
Bühne: Elvira Ulmer
Kostüme: Veronica Silva-Klug
Dramaturgie: Wiebke Melle

MIT
Kai Christian Moritz

BIOGRAFIEN


Die bekennende Hannoveranerin Nele Neitzke studierte an der Universität Hannover Literatur- und Erziehungswissenschaften und arbeitete parallel als Regieassistentin und in diversen theaterpädagogischen Jugendprojekten am schauspielhannover des Niedersächsischen Staatstheaters. Nach Abschluss des Magisterstudiums arbeitete Nele Neitzke als Produktions-assistentin und theaterpädagogische Beraterin an musikalischen Kinderstücken in Hildesheim, Bamberg und Paris. Seit 2007 war sie als Theaterpädagogin, Schauspieldramaturgin und Regisseurin am Theater Ulm fest engagiert. Dort hat sie vielfältige Jugend- und Schulprojekte ins Leben gerufen und inszeniert bzw. dramaturgisch begleitet, die das Theater zu einem Anziehungspunkt für junge, kreative und motivierte junge Menschen gemacht haben. Mit ihrer ersten Regiearbeit, dem Monolog Jungfrau fast forward nach Friedrich Schillers Jungfrau von Orleans, war sie 2011 zur Hessischen Kinder- und Jugendtheaterwoche "Kuss" nach Marburg eingeladen. Am Theater Ulm inszenierte sie außerdem die Jugendstücke Filmriss und Nichts. Was im Leben wichtig ist sowie die Kaurismäki-Adaption I hired a contract killer. Seit der Spielzeit 2012/2013 ist sie als Leiterin des Jungen Theaters und Theater-pädagogin am Mainfranken Theater Würzburg. Hier inszenierte sie das Klassenzimmerstück Miriam, ganz in schwarz, Kleists Die Marquise von O und in der letzten Spielzeit den Jungen Klassiker - Nibelungen Short Cuts sowie Tschick.

1977 im kirgisisches Tokmak geboren und in Erbach und Ulm aufgewachsen, begann Elvira Ulmer nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung in Grafikdesign an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Ulm und wechselte bald darauf an die Technische Universität Berlin, um dort Architektur zu studieren. In diesem Zusammenhang verbrachte sie ein Jahr an der London Metropolitan University. Nach ersten praktischen Erfahrungen in einem Architekturbüro sowie im Bereich Bauunternehmung fand sie über Entwürfe von szenischen Räumen und Bühnenbildern zum Theater. Ihr Studium schloss sie 2012 mit einem Entwurf zu Kathrin Rögglas worst case ab. Als Ausstattungs- und Produktionsassistentin im Bereich Bühnenbild war Elvira Ulmer seit der Spielzeit 2012/2013 am Mainfranken Theater tätig. Der Bus von Lukas Bärfuss (Regie Ramin Anaraki) war die erste Produktion in der aktuellen Spielzeit, bei der sie das Bühnenbild eigenverantwortlich gestaltet hat.

Die 1989 in Andalusien geborene Veronica Silva-Klug studierte in Sevilla Modedesign und Management am Centro Andaluz de Estudios Empresariales. Zeitgleich absolvierte sie eine Lehre zur Schneiderin. Während diverser Hospitanzen und Assistenzen am Berliner Ensemble, am Admiralspalast Berlin und bei einer freien Filmproduktion sammelte sie erste praktische Erfahrungen im Bereich Kostümbild. Dabei arbeitete sie unter anderem mit Regisseuren wie Claus Peymann und Katharina Thalbach sowie mit Kostümbildnern wie Angelika Rieck und Falk Bauer zusammen. Seit Beginn der Spielzeit 2013/2014 arbeitet Veronica Silva Klug als Produktions- und Kostümbildassistentin am Mainfranken Theater Würzburg.


1. KAMMERKONZERT
12. Oktober 2014 | 11.00 Uhr | Toscanasaal der Residenz Würzburg


Edward Elgar
Chanson de matin op. 15 Nr. 2
Sonate für Violine und Klavier in Es-Dur op. 82

Richard Strauss
Sonate für Violine und Klavier op. 18
Rosenkavalier-Walzer für Violine und Klavier

Der prächtige Toscanasaal in der Würzburger Residenz bildet den glanzvollen Rahmen für die Kammerkonzertreihe, zu der das Mainfranken Theater Würzburg sechs Mal pro Spielzeit herzlich einlädt. Am Sonntag, den 12. Oktober 2014, eröffnen Generalmusikdirektor Enrico Calesso (Klavier) und Sonja Lampert (Violine) um 11.00 Uhr die Reihe der Kammerkonzerte dieser Saison. Im Gepäck haben die zwei Musiker Werke von Jubilar Richard Strauss, darunter dessen letztes kammermusikalisches Werk, das Strauss im Alter von 23 Jahren zu Papier brachte. Die Sonate für Violine und Klavier lässt schon seine großen Ambitionen erkennen und sprüht gleichermaßen vor Virtuosität und Verve. Die Begeisterung für den Rosenkavalier ist ursächlich für die Adaption der Walzer aus diesem großen Bühnenwerk für Violine und Klavier. Ein ausgesprochen versierter Instrumentalist war der Komponist Edward Elgar, dessen Enigma-Variationen und dessen Pomp and Circumstance-Märsche ihm zu größter Bekanntheit sowohl in der englischen Heimat als auch international gereichten. Zwei Werke für Violine und Klavier bilden den Auftakt zu diesem Konzert. Elgars Musiksprache ist emotional, lebhaft, gehaltvoll und leidenschaftlich.

Kartenreservierungen sind telefonisch unter 0931/ 3908-124 oder per E-Mail an karten(at)theaterwuerzburg.de möglich.

BIOGRAFIEN


Die in Würzburg geborene Violinistin Sonja Lampert wuchs in Südafrika auf. Im Alter von sieben Jahren erhielt sie ersten Geigenunterricht. Erfolge bei führenden Musikwettbewerben des Landes, darunter der CTSO sowie der SASOL Wettbewerb, festigten ihren Entschluss, Berufsmusikerin zu werden. An der Universität des Oranje-Freistaates in Bloemfontein folgte das Studium mit Hauptfach Violine bei Derek Ochse und John Wille. Zusätzlich absolvierte sie Meisterkurse bei Dorothy Delay, Ruggiero Ricci, Ronald Masin und Albert Markov. In Südafrika musizierte Sonja Lampert in verschiedenen Orchestern, unter anderem im PACOFS Symphony Orchestra Bloemfontein, im South African National Youth Orchestra, im Free State Youth Orchestra, im Cape Town Symphony Orchestra sowie im Natal Philharmonic Orchestra Durban. Seit 1990 ist sie im Philharmonischen Orchester Würzburg engagiert, in dem sie seit 1992 als Vorspielerin der ersten Violinen tätig ist. Neben solistischen Auftritten mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg präsentiert sich die Geigerin regelmäßig in  Kammermusikkonzerten. Sonja Lampert spielt auf einer D’Espine aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Prof. Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Anschließend besuchte er die Dirigierklasse von Prof. Uros Lajovic an der Universität Wien. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im darauffolgenden Jahr wurde er dort zum Generalmusikdirektor ernannt. Enrico Calesso dirigierte unter anderem die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Filarmonia Veneta Malipiero, das Philharmonische Orchester Rzeszów sowie die Sinfonietta Baden. Daneben dirigiert er bei den Bregenzer Festspielen mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos Andrea Chénier und am Theater Bern Giuseppe Verdis Macbeth.

Zum Mainfanken Theater Würzburg geht es hier.

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