21.10.2013

von B° DP

(Quelle: Mainfranken Theater Würzburg)

GEDENKKONZERT "HOFFNUNG"

9. November 2013 | 19:30 Uhr | Mainfranken Theater Würzburg, Großes Haus

Mainfranken Theater

Der 9. November ist ein "Schicksalstag" in der deutschen Geschichte. In jedem Jahr fallen an diesem Tag Feier- und Gedenkstunde zusammen. Aus der jüngeren Vergangenheit verbinden wir mit dem 9. November seit dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 ein freudiges Ereignis, trennte das Bauwerk doch 28 Jahre lang die beiden deutschen Staaten.  Ein Jahr später war Deutschland wiedervereinigt. Das gleiche Datum, genau 59 Jahre zuvor, gehört dagegen zu den dunkelsten Kapiteln der deutschen Geschichte und kennzeichnet den Beginn der Novemberpogrome. Im gesamten Gebiet des Deutschen Reiches begann die gewaltsame Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten in Deutschland. Es kam zu massiven Ausschreitungen, jüdische Geschäfte und Einrichtungen wurden demoliert und Synagogen in Brand gesteckt. Die Ereignisse um diesen historischen Termin reichen aber noch weiter zurück. Im Jahr 1923 scheiterte Hitlers Putsch in München, dessen Ziel die nationale Revolution und die Absetzung der Bayerischen Regierung und der Reichsregierung war. Wiederum nur fünf Jahre davor markiert dieser Termin den Beginn der ersten deutschen Republik, die später als Weimarer Republik bekannt wurde.

Mit dem feierlichen Gedenkkonzert "Hoffnung" will das Mainfranken Theater Würzburg am 9. November 2013 an diese geschichtsträchtigen Ereignisse erinnern. Generalmusikdirektor Enrico Calesso und das Philharmonische Orchester Würzburg eröffnen das Konzert mit der Komposition Fanfare for the Common Man des jüdischen Künstlers Aaron Coplands aus dem Jahre 1942. Mit dem Chor des Mainfranken Theaters – erstmals unter der Leitung des neuen Chordirektors Michael Clark – erklingen die drei geistlichen Lieder aus Felix Mendelssohn Bartholdys Hymne op. 96. Den Abschluss bildet Ludwig van Beethovens Siebte Sinfonie, mit welcher der Komponist seine wohl größten Erfolge feierte. Auszüge aus Tagebucheinträgen, Essays und literarischen Texten, die von Petra Hartung aus dem Schauspielensemble gelesen werden, runden das Konzertprogramm ab.

PROGRAMM:

Aaron Copland Fanfare for the Common Man
Felix Mendelssohn Bartholdy Hymne op. 96
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 7 in A-Dur op. 92

BIOGRAFIEN:

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Professor Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2005 besuchte er die Dirigierklasse von Professor Uroš Lajovic an der Universität Wien und absolvierte das Studium mit Auszeichnung. Bereits während seiner Ausbildung wirkte er bei verschiedenen Opernproduktionen als musikalischer Assistent mit, unter anderem bei den Bregenzer Festspielen und den Wiener Festwochen. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg bei Wien und war von 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister und Assistent des Generalmusikdirektors tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er hier zum Generalmusikdirektor ernannt. Enrico Calesso dirigierte unter anderem die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Filarmonia Veneta Malipiero, das Philharmonische Orchester Rzeszów sowie die Sinfonietta Baden. Daneben dirigiert er bei den Bregenzer Festspielen 2011 und 2012 mehrere Vorstellungen von Umberto Giordanos Andrea Chénier. In dieser Spielzeit übernimmt er die musikalische Leitung für Richard Wagners Lohengrin. Darüber hinaus dirigiert er das Gedenkkonzert Hoffnung, das Frühlingskonzert, die konzertante Oper La sonnambula, das Kaisersaalkonzert, die Jupiternacht, das Celli pur - Konzert und das Konzert zum Hafensommer 2014.


Michael Clark stammt aus Bathurst in Australien, wo er seinen ersten Klavierunterricht bei Peter Dwyer erhielt. Bereits als Jugendlicher trat er als Solist mit Orchester auf und erhielt zahlreiche Preise bei nationalen Wettbewerben. Er begann sein Musikstudium bei Sonya Hanke und Ransford Elsley am Sydney Conservatorium of Music, bevor er mit einem Stipendium nach England ging, um bei Geoffrey Parsons zu studieren. In London setzte er seine Ausbildung an der Royal Academy of Music, dem Royal College of Music und dem National Opera Studio fort und begann sein Dirigierstudium bei David Parry.Als Klavierbegleiter wurde er bei vielen Festivals und Liederabenden gefeiert. Michael Clark war musikalischer Leiter der London Universty Opera und der Garden Opera London und wurde als Korrepetitor an die Royal Opera Covent Garden engagiert. Seine Begeisterung für die Oper führte ihn nach Deutschland, wo er an den Opernhäusern in Bremen und Pforzheim zahlreiche Repertoirevorstellungen dirigierte. Er war Artistic Director von den Sydney Mozart Players und dirigierte Orchester in Bulgarien, Polen, der Tschechischen Republik und der Schweiz. Michael Clark war Creative Director für Sound Therapy International und Produzent für mehrere Video Produktionen und Tonaufnahmen. 2006 bis 2008 war er an Staatstheater Nürnberg engagiert und seit 2008 ist er als Stellvertretender Chordirektor an der Oper Frankfurt tätig.Neben seiner Theaterlaufbahn widmet er sich der Ausbildung junger Musiker an der Hochschule für Musik Nürnberg und am Sydney Conservatorium of Music.


Petra Hartung, geboren in Gotha, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, wo sie später auch als Dozentin tätig war. Bis 2000 war sie Ensemblemitglied des Deutschen Theaters Berlin. Andere Engagements führten sie an die Volksbühne Berlin, das Maxim Gorki Theater Berlin, ans Theater Ingolstadt und das Ernst Deutsch Theater Hamburg. Von 2005 bis 2013 war Petra Hartung Ensemblemitglied des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Petra Hartung arbeitete mit zahlreichen Regisseuren zusammen, unter anderem mit Jürgen Gosch, Michael Gruner, Michael Thalheimer, Thomas Ostermeier, Thomas Langhoff, René Pollesch, Thirza Bruncken, Daniela Kranz, Michael von zur Mühlen. Neben ihrer Bühnentätigkeit wirkte Petra Hartung in internationalen Kinoproduktionen mit, unter anderem in Der Vorleser (2008, Regie Stephen Daldry), Inglorious Basterds (2008, Regie Quentin Tarrantino). Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Petra Hartung festes Mitglied des Schauspielensembles des Mainfranken Theaters Würzburg.

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