13.03.2014

von B° DP

(Quelle: Mainfränkisches Museum Würzburg)

Eröffnung im Fürstenbaumuseum

Vom 16. März bis 31. Oktober 2014 öffnet das Mainfränkische Museum seine Tore für alle Interessenten der Stadtgeschichte.

In der Stadtgeschichtlichen Abteilung des Mainfränkischen Museums sind aktuell drei Schwerpunktthemen besonders hervorgehoben:

1)Der Bauernkrieg

2)Die Schlacht bei Würzburg von 1796 und

3)Das Schicksal der Jüdin Maria Mühlfelder.

Alle drei neuen Ausstellungseinheiten gehen auf Präsentationen der Jubiläumsausstellung "Ans Werk" zurück.

Zu 1): Im Jahr 1525  revoltierten in Würzburg und Mainfranken Bauern und Bürger. Ab dem 14. Mai 1525 versuchten sie, die Festung Marienberg zu erstürmen, die jedoch nicht erobert werden konnte. Noch im gleichen Jahr scheiterte die Revolution und Würzburg musste sich dem Bischof auf Gnade und Ungnade ergeben.

Zu 2): In der Schlacht von 1796 besiegte Erzherzog Karl von Österreich die französischen Truppen vor Würzburg und konnte so die Stadt von den Besatzern befreien. In einem Diorama ist Erzherzog Karl mit seiner Kriegsbeute dargestellt. Daneben ist in einer kleinen Vitrine als Neuerwerbung ein zeitgenössisches Glassilhouettenbild zu sehen, das Erzherzog Karl zu Pferd vor der Festung Marienberg zeigt. Es gelangte in Jahr 2013 als Geschenk eines Münchner Kunsthändlers zum 100sten Geburtstag des Mainfränkischen Museums nach Würzburg (siehe Abbildung).

Zu 3): Mit dem Schicksal der Würzburgerin Maria Mühlfelder leistet das Mainfränkische Museum ein Stück Aufarbeitung seiner eigenen Geschichte zur Zeit des Nationalsozialismus.

Aus zahlreichen jüdischen  Haushalten in Würzburg gelangten Kunstwerke in das Mainfränkische Museum, so auch aus der Wohnung der wohlhabenden Maria Mühlfelder. Erst in den 60er Jahren konnten deren Erben von der Stadt eine Entschädigung erfechten.

Sonntag, 16.03.14, um 14.30 Uhr:

FAMILIENFÜHRUNG am Stadtmodell des zerstörten Würzburgs IM FÜRSTENBAUMUSEUM, in der Stadtgeschichtl.Abt. (Tonbildschau); ab 9 Jahren. Das Fürstenbaumuseum (letzter Burghof) öffnet heute – also schon vor dem 1. April - eigens hierfür eher wiederum seine Pforten nach der Winterschließung.
Kosten: Eintritt Fürstenbaumuseum: 4,50 € (Erw.) zuzügl. 1,50 € Führungsgebühr pro Kind + Erw.

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