08.05.2017

von B° RB

Seltenes Jubiläum

50 Jahre lang Blutspender am Uniklinikum Würzburg

Institutsdirektor Prof. Dr. Markus Böck (rechts) sowie – von links – Marion Sippach, Dr. Sabine Kuhn und Gabriele Veit vom Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie dankten Werner Weber anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums als Blutspender am Uniklinikum Würzburg für sein hohes, kontinuierliches Engagement

Im April dieses Jahres spendete Werner Weber aus Altersgründen zum letzten Mal Blut am Uniklinikum Würzburg (UKW). Damit endete für ihn und das Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie eine 50-jährige „Zusammenarbeit“, die sich für unzählige Patienten lebenserhaltend auswirkte. 

Im Jahr 1967 – Werner Weber war gerade 18 Jahre alt geworden – forderte ihn sein Schwiegervater auf, doch mal mit ihm zum Blutspenden ans Uniklinikum Würzburg (UKW) zu gehen. Aus diesem ersten Mal wurde für den Würzburger eine feste Routine: Viele hunderte Male gab er seither seinen Lebenssaft der vergleichsweise seltenen Blutgruppe AB positiv für schwerkranke Patienten – und immer am UKW. In diesem Frühjahr, mit 68 Jahren, erreichte der ehemalige Bühnenhandwerker des Mainfranken Theaters Würzburg die Altersobergrenze für Blutspender, wie sie von der Bundesärztekammer in den Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen aufgestellt wurde. 

Ein Finale mit Wehmut

Zu seinem Bedauern darf der Rentner nun nicht weiter am Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Hämotherapie des UKW spenden. Und die Wehmut ist nicht nur einseitig, denn mittlerweile bestehen zwischen vielen Institutsbeschäftigten und dem freundlichen, unkomplizierten Spender freundschaftliche Bande. Bei seiner Danksagung für die fünf Jahrzehnte an geleisteter Unterstützung betonte Prof. Dr. Markus Böck, der Direktor des Instituts: „Das ist eine Situation, wie ich sie auch in 30 Jahren Transfusionsmedizin noch nie erleben durfte.“ 

Schnelle Hilfe auch in Notfallsituationen

Neben den geplanten Spenden war Werner Weber immer auch für Notsituationen zu haben. Er erinnert sich zum Beispiel an einen Anruf morgens an seinem Arbeitsplatz, bei dem er gebeten wurde, schnell ans Klinikum zu kommen, wo dem kräftigen Mann für einen Notfallpatienten insgesamt ein dreiviertel Liter Vollblut „abgezapft“ wurde. 

Nebeneffekt: Regelmäßige Gesundheitschecks

Die Hauptmotivation für dieses Engagement war für Werner Weber immer der Wunsch, Menschen in Not zu helfen. Darüber hinaus schätzte er die mit dem Blutspenden am Würzburger Uniklinikum verbundenen, umfangreichen Gesundheitschecks, die ihm regelmäßig seine körperliche Fitness bestätigten. Da war es für ihn auch nur folgerichtig, dass er in seinem Kollegen- und Freundeskreis viele weitere Menschen zum Blutspenden am UKW bewegte. 

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