12.12.2013

von B° MS

(Quelle: Fränkischer Weinbauverband)

Einsatz, Ehrgeiz und jede Menge Energie

Ehrungen beim Fränkischen Weinbauverband am Ehrungsabend in Veitshöchheim

Gästeführer

Jungwinzer

Johannes Pfister

Ortsvereinsvorsitzende

Dr. Kessler

Betriebstreue

Seit vielen Jahren ist es beim Fränkischen Weinbauverband liebgewordene Tradition, in der Adventszeit einmal innezuhalten, das Jahr Revue passieren zu lassen und all jenen Dank zu sagen, die mit ihrem Engagement zum Erfolg des Frankenweins beitragen. So trafen sich das Präsidium des Fränkischen Weinbauverbandes e.V., die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich und der Vizepräsident der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG), Dr. Hermann Kolesch im ehemaligen fürstbischöflichen Keller der LWG, um erfolgreichen Winzernachwuchs, Betriebsjubilare und langjährige Ortsvereinsvorsitzende zu ehren. Nach einer kurzen Begrüßung durch Weinbaupräsident Artur Steinmann und dem Hausherrn Dr. Kolesch betonte die Weinkönigin, dass der Erfolg der Fränkischen Winzer vor allem durch drei "E" - nämlich ihren Einsatz, den Ehrgeiz und jede Menge Energie, die sie in ihre Arbeit stecken – zu erklären sei.

Im anschließenden Ehrungsmarathon wurde Fabian Düll für den besten Berufsabschluss "Küfer", Stefanie Fröhlich für den 2. Platz beim Bundesfinale der deutschen Landjugend Berufsgruppe "Winzer" und Christine Pröstler als "DLG-Jungwinzerin des Jahres" geehrt.

Wie eng in Franken Weinbau und Tourismus miteinander verzahnt sind, zeigten dann die nächsten Geehrten. Neben den über 80 Weinprinzessinnen verfügt Franken heute auch über eine stattliche Zahl an Symbolfiguren, die wesentlich zur Bekanntheit des Frankenweins und des Anbaugebiets beitragen. Eine von diesen Figuren ist der "Kammerforster Teufel". Im Rahmen der Feierstunde nutzte Artur Steinmann nun die Gelegenheit, Johannes Pfister aus Oberschwarzach Dank zu sagen. Seit 30 Jahren gibt Pfister Jahr für Jahr im kleinsten Weinort Deutschlands bei unzähligen Anlässen mit viel Engagement den "sympathischen Teufel".

Besonders wichtig für die Außenwirkung des gesamten Anbaugebietes sind die 1997 von Dr. Hermann Kolesch ins Leben gerufenen Gästeführer Weinerlebnis Franken. Inzwischen gibt es 272 Gästeführer, unter ihnen auch Sandra Breunig, Katrin Jakob, Brigitte Schimpel und Elisabeth Volkmann, welche erst kürzlich ihren Lehrgang als Prüfungsbeste absolviert haben. Ihnen gratulierte Steinmann ganz besonders und betonte, dass die Weinerlebnis-Gästeführer ein wichtiger Bestandteil der Qualitätsoffensive Franken seien, durch die es gelungen sei, die gesamte Region voranzubringen.

In diesem Zusammenhang wurde auch Dr. Franz Josef Kessler geehrt, der sich als "Lehrer mit Leib und Seele" um den Frankenwein verdient gemacht hat. Zunächst Lehrer für Chemie, Geografie und Sport am Würzburger Wirsberg Gymnasium, unterrichtete Dr. Kessler auch Chemie an der Staatlichen Technikerschule für Weinbau und Kellerwirtschaft an der LWG. Nach seiner Pensionierung konnte er von Dr. Kolesch für die Ausbildung der Gästeführer gewonnen werden. Durch intensive Schulungen und sein pädagogisches Geschick trug er auch wesentlich zum Bekanntheitsgrad der Fränkischen TRIAS für den Wein und die Region bei.

Während sich in unserer schnelllebigen Zeit viele Menschen – teils freiwillig, teils unfreiwillig – von Arbeitgeber zu Arbeitgeber hangeln, gibt es in der Weinbranche auch heute noch die Begriffe Beständigkeit und Treue und so konnte Weinbauvizepräsident Oskar Georg Noppenberger neben Belinda Riepel (LWG), Anita Nagel-Derr (LWG) und Peter Rudloff (Juliusspital) auch Peter Schwappach (LWG) für 25 Jahre Betriebstreue ehren. Getoppt wurde diese Leistung noch von Johann Dornbusch (LWG), Kurt Keupp (Juliusspital) und Erwin Hemm (LWG), die ihrem Betrieb seit 40 Jahren die Treue halten. Ausgezeichnet wurden außerdem Christine Kolb (47 Jahre GWF) und Hartwig Martin (Übergabe Weingut) für das Ende ihrer Berufslaufbahn.

Last but not least ehrte Steinmann noch Andreas Winkler (12 Jahre in Stetten), Karl Müller (24 Jahre in Volkach) und Hermann Deppisch (28 Jahre in Theilheim), die als Ortsvorsitzende lange Jahre die Geschicke ihrer heimischen Weinbauvereine gelenkt hatten.

Abschließend betonte Steinmann, dass es ihm mit einem so gut ausgebildeten Nachwuchs und so erfolgreichen Winzern um den Frankenwein nicht bange sei.

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